Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Düstere Aussichten für die Lebensversicherer Klassische Lebenspolice gerät in Bedrängnis

GDV-Präsident Alexander Erdland
GDV-Präsident Alexander Erdland © GDV

Der Versicherungsverband hat die Geschäftszahlen für 2015 präsentiert: Im vergangenen Jahr stiegen die Beitragseinnahmen insgesamt sogar an, doch Lebenspolicen verlieren und diese Entwicklung wird im laufenden Jahr wohl weiter anhalten.

| , aktualisiert am 06.05.2016 18:11  Drucken
Verbandspräsident Alexander Erdland zieht aus den präsentierten Zahlen eine verhaltene Bilanz: „Unsere Zahlen für das vergangene Jahr können sich angesichts der schwierigen Umstände  sehen lassen,“ sagte er auf der Pressekonferenz des Versicherungsverbands (GDV). Trotz niedriger Zinsen sei das Gesamtergebnis respektabel. Das zeigten die Beitragseinnahmen, die über alle Sparten hinweg sogar leicht um 0,6 Prozent auf 193,8 Millionen Euro gestiegen seien.

Die Lebensversicherung bleibt das Sorgenkind der Branche. Die Einnahmen sanken um 1,1 Prozent auf 92,7 Milliarden Euro. In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen sie dagegen um 2,7 Prozent auf 64,3 Milliarden Euro. Die private Krankenversicherung verbuchte ebenfalls einen Zuwachs: Um 1,4 Prozent stiegen die Beiträge auf 36,8 Milliarden Euro.

Die ganz klaren Gewinner im Leben-Neugeschäft sind Produkte mit alternativen Garantiemodellen. Auf sie entfallen 37 Prozent des Neugeschäfts. Erdland sieht in ihnen ein zweites Standbein neben der klassischen Rentenversicherung. Fondspolicen hingegen verlieren weiter und sorgen für nur noch vier Prozent des Neugeschäfts. Trotz der negativen Kritik legen Riester-Verträge wieder zu: Die Einnahmen stiegen im vergangenen Jahr immerhin um 1,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.

Doch die Aussichten bleiben verhalten. Bei den Lebensversicherungen erwartet man einen „moderaten Beitragsrückgang“, während sich die übrigen Hauptsparten auf einem „stabilen Wachstumspfad“ befänden. Doch insgesamt blieben die Probleme bestehen. Erdland resümiert: „Die Niedrigzinsphase dauert an, die Zinszusatzreserve muss bedient werden, die Systemumstellung auf Solvency II geht weiter, und die Digitalisierung beschleunigt den Umbau unser Industrie. Das alles wird uns belasten. Aber es ist auch eine große Chance für Veränderung.“
Altersvorsorge neu gedacht
Werbung

Das seit Jahren anhaltende Niedrigzinsumfeld verändert nachhaltig die private Altersvorsorge. Lohnen sich die als verstaubt geltenden Versicherungsprodukte überhaupt noch? Und wie können Sparer ihre Anlageziele optimal erreichen und ihr Langlebigkeitsrisiko absichern? Das erläutert Stephan Hoppe, Direktor Investmentstrategie bei Standard Life, im Interview.

Standard Life bleibt Standard Life
Werbung

Obwohl Standard Life jetzt offiziell der Phoenix Gruppe angehört, wird sich für die deutschen und österreichischen Vertriebspartner und Kunden des Versicherers in Zukunft nichts ändern.

Im Video-Interview spricht Susan McInnes, Vorstandsvorsitzende der Standard Life Versicherung, über ihre Pläne und die Details der strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe.

Basisrente: Alleskönner unter den Vorsorgeprodukten
Werbung


Mit einer Basisrente steht Ihren Kunden ein Vorsorgeprodukt zur Verfügung, das unter anderem flexible (Zu)Zahlungen, Steuervorteile sowie Pfändungs- und Insolvenzschutz bietet.

Werfen Sie jetzt einen Blick auf Ihren Bestand und sprechen Sie Ihre Kunden auf die Basisrente an. Denn noch können die zum Produkt gehörenden Steuervorteile für das laufende Jahr ausgeschöpft werden.

Informieren Sie sich zudem über die fondsgebundene Basisrentenversicherung Maxxellence Invest von Standard Life. Neben 50 neuen Fonds wartet das Produkt mit vielen Zusatzoptionen auf. Jetzt mehr erfahren!

Fit für den Brexit: Alles rund um die „Part-VII-Übertragung“
Werbung


Seitdem der Brexit-Termin feststeht, hat Standard Life begonnen, die Weichen neu zu stellen und die Übertragung der deutschen und österreichischen Verträge auf seine schottische Tochtergesellschaft vorzubereiten.

Als Basis für die Übertragung wird ein rechtliches Verfahren, die sogenannte „Part-VII-Übertragung“, dienen. Lesen Sie hier mehr über die geplanten Schritte, die Regulierungsfragen und den voraussichtlichen Zeitplan.