Dreister Betrug Vermittler zockten Kunden systematisch ab

Hinterm Stacheldraht: Die Polizei Lüneburg konnte zwei dreisten Versicherungsvermittlern das Handwerk legen (Foto: Getty Images)
Hinterm Stacheldraht: Die Polizei Lüneburg konnte zwei dreisten Versicherungsvermittlern das Handwerk legen (Foto: Getty Images)

In Winsen nahe Hamburg nahm die Polizei zwei windige Versicherungsvermittler fest. Sie sollen in mehr als 30 Fällen Kunden zur Kündigung ihrer Lebens- oder Rentenversicherung überredet haben, um anschließend die Provisionen aus Neuverträgen zu kassieren.

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Die Masche ist ein alter Hut. Trotzdem fallen immer wieder ahnungslose Versicherungskunden darauf rein. Zwei 52 und 64 Jahre alte Versicherungsvermittler erzählten ihren Kunden, dass sich die Beiträge für ihre bestehenden kapitalbildenden Renten- und Lebensversicherungspolicen erheblich erhöhen werden. Den geschockten Kunden rieten die beiden Betrüger sodann, ihre bestehenden Policen zu kündigen und neue Verträge abzuschließen.

Dadurch sollten die Kunden angeblich finanzielle Vorteile erlangen. Dass der Rückkaufwert allerdings nicht den eingezahlten Beiträgen entsprechen würde, verschwiegen die Vermittler nicht nur, sie machten ihren Kunden auch noch weis, dass deren bislang gezahlte Beiträge weiterhin zu ihrer Altersvorsorge dienen würden.

Für die auf diese Weise erschlichenen Neuverträge erhielten die Betrüger Vermittlungsprovision von mehreren hundert oder tausend Euro pro Vertrag. Der finanzielle Schaden soll sich auf mehrere hunderttausend Euro belaufen.

Für die beiden Betrüger hat das Amtsgericht Lüneburg Untersuchungshaft angeordnet. Die Polizei ermittelt weiter.
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