Diskussion über Zusatzbeiträge in der GKV „Spekulationen über Beitragserhöhungen derzeit nicht angebracht“

Maria Michalk ist gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Maria Michalk ist gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. © Laurence Chaperon

Die aktuelle Diskussion um möglicherweise drastisch steigende Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung kann Maria Michalk, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, nicht nachvollziehen. Spekulationen seien nicht angebracht, meint sie. Das würde die Mitglieder nur verunsichern.

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Eine Untersuchung von Jürgen Wasem, Professor für Medizinmanagement an der Uni Duisburg, hat ergeben, dass sich die Zusatzbeiträge der Krankenkassen in den kommenden vier Jahren mehr als verdoppeln könnten. Einen Durchschnittsverdiener könnte das mehr als 50 Euro Zusatzbeitrag im Monat kosten (wir berichteten).



In der Diskussion hat sich nun Maria Michalk, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zu Wort gemeldet: „Die Prognosen zum Anstieg der GKV-Zusatzbeiträge in den nächsten vier Jahren sind für uns nicht nachvollziehbar“, sagt sie.

Die Berechnungen beruhten auf allgemeinen Annahmen. Die Entwicklung der Gesundheitsausgaben hingen aber von vielen Faktoren ab, auch kurzfristigen. Erst mit den fundierten Analysen des Schätzerkreises, der seine Ergebnisse im Oktober vorlegen wolle, seien genauere Aussagen zur Entwicklung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags möglich.

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Michalk: „Daher sind Spekulationen über eventuell enorme Beitragserhöhungen derzeit nicht angebracht. Sie verunsichern die Versichertengemeinschaft nur unnötig.“
Das Thema sei für die Unionsfraktion erst im Oktober relevant. „Selbstverständlich befassen wir uns dann mit den Entwicklungen der Krankenkassenbeiträge. Klar ist aber auch: Eine immer bessere medizinische Versorgung ist nicht zum Nulltarif zu haben“, sagt Michalk.
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