DIHK-Zentrale in Berlin: Die Dachorganisation der Industrie- und Handelskammern erfasst regelmäßig die Zahl der in Deutschland registrierten Vermittler. © DIHK/Michael Tewes
  • Von Iris Bülow
  • 11.10.2018 um 17:07
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Im dritten Quartal hat die Zahl der in Deutschland registrierten Versicherungsvermittler erneut abgenommen. Bei Finanzanlagenvermittlern ist ein gegenläufiger Trend erkennbar, wie die aktuelle DIHK-Statistik zeigt.

Die Zahl der in Deutschland tätigen Versicherungsvermittler ist ein weiteres Mal geschrumpft. Laut Daten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) waren zum Stichtag 1. Oktober insgesamt 204.148 Versicherungsvermittler nach Paragraf 34d Gewerbeordnung hierzulande registriert. Im Quartal zuvor waren es noch 206.110.

Diese Zahl umfasst alle Vermittlerarten, von Versicherungsberatern, produktakzessorischen Maklern und Vertretern, Versicherungsmaklern, Versicherungsvertretern mit Erlaubnis bis zu gebundenen Versicherungsvertretern. Vor allen Dingen aufs Konto der Letzteren geht der aktuelle Versicherungsvermittlerschwund. So waren zur Jahresmitte in Deutschland noch 125.419 gebundene Vertreter tätig, Anfang Oktober waren es dagegen nur noch 123.525.

Bei den Finanzanlagenvermittlern ist aktuell ein gegenläufiger Trend erkennbar: Wie bereits in der ersten Jahreshälfte 2018 zu beobachten war, hat auch im dritten Quartal die Zahl der nach Paragraf 34f GewO registrierten Vermittler noch einmal leicht zugenommen: von 37.593 Registrierungen Anfang Juli auf 37.852 Anfang Oktober. Der leicht positive Trend im Finanzanlagenbereich lässt sich vermutlich auf die Situation am deutschen Bankenmarkt zurückführen: Im Zuge von Sparmaßnahmen und Filialschließungen müssen sich derzeit viele Bankberater einen neuen Job suchen. Dass viele von ihnen unter die selbstständigen Berater gehen, beobachten derzeit auch Vertreter hiesiger Maklerpools und Haftungsdächer.

Ganz moderat steigt laut DIHK auch die Zahl der Honorar-Finanzanlagenberater. Von 185 Registrierungen Anfang Juli auf 193 Anfang Oktober. Das bei seiner Einführung von Politik und Verbraucherschutz viel gerühmte Konzept kommt ganz offensichtlich langsamer in die Gänge als angedacht. Es scheint das Gros der Marktteilnehmer noch nicht so recht überzeugt zu haben.

Ebenfalls ganz leicht nach oben geht es bei der Zahl der Immobiliardarlehensvermittler. Diese 2016 eingeführte Zulassung nach Paragraf 34i GewO ist nach Übergangsfrist seit März 2017 verpflichtend für alle Vermittler von Wohnkrediten. Bei 34i-Zulassungen gab es vor allen Dingen in den Monaten rund um die Einführung einen starken Zulauf. Mittlerweile hat sich der Bedarf an Neuanträgen offenbar beruhigt: Nach 50.662 registrierten 34i-Vermittlern im Juli zählt der DIHK Anfang Oktober 51.264 Meldungen.

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Iris Bülow

Iris Bülow ist Redakteurin bei unserem Schwesterportal DAS INVESTMENT.

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