Digitalisierung trifft auf Tradition Mehrheit der Deutschen will keine Beratung über Skype und Co.

Die Studie zeigt: Eine persönliche Beratung vor Ort kommt noch immer besser an.
Die Studie zeigt: Eine persönliche Beratung vor Ort kommt noch immer besser an. © Die Bayerische

Whatsapp, Facebook und Twitter nutzt heutzutage fast jeder. Auch Makler binden digitale Anwendungen mehr und mehr in ihre Beratung ein – doch bei den meisten Verbrauchern können sie damit nicht punkten. Denn 60 Prozent der deutschen Kunden ist eine persönliche Beratung immer noch lieber als über Skype oder Facetime zu kommunizieren, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

| , aktualisiert am 04.05.2017 15:27  Drucken

Die Digitalisierung ist in der Versicherungsbranche längst angekommen. Doch manchen neuen Möglichkeiten stehen die Kunden nach wie vor kritisch gegenüber – so zum Beispiel digitalen Gesprächen mit ihrem Makler über Skype, Facetime und Co. Die klare Mehrheit der Deutschen (60 Prozent) bevorzugt eine persönliche Beratung vor Ort. Das ergibt eine aktuelle Studie der Versicherungsgruppe die Bayerische und des Instituts für Versicherungswirtschaften der Universität Leipzig.

Es zeigt sich: Vor allem bei der Altersvorsorge kommt der persönliche Kontakt gut an. 62 Prozent der Befragten haben nur aufgrund der persönlichen Beratung vor Ort einen Vertrag für ein Altersvorsorgeprodukt abgeschlossen. 78 Prozent sind mit den Gesprächen zufrieden und 82 Prozent haben zudem noch nie schlechte Erfahrungen mit ihrem Berater gemacht.

Sicherheit der Beiträge ist Deutschen wichtig

Aber worüber genau wollen die Deutschen beraten werden? Bei 30 Prozent liegt der Schwerpunkt auf der Riester-Rente und bei 21 Prozent auf der Privatrente. Und: Vor allem die Sicherheit der Beiträge ist ihnen wichtig (88 Prozent). Aber auch die Transparenz (83 Prozent) und ein garantierter Rückkaufswert (77 Prozent) spielen oben mit.

Trotzdem besteht noch Nachholbedarf in puncto Aufklärung: Denn nur 14 Prozent geben an, dass ihnen ihr Berater das Sparen im Kollektiv erklärt. „Gerade in diesem Bereich gilt es, das Potenzial noch mehr auszuschöpfen“, kommentiert Fred Wagner, Vorstand des Instituts für Versicherungswirtschaften an der Universität Leipzig, das Ergebnis der Studie.

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