Digitalisierung Krankenkasse spricht sich für mehr Fernbehandlungen aus

Eine Sozialarbeiterin misst Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.
Eine Sozialarbeiterin misst Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt. © dpa/picture alliance

Ärzte sollen die Chancen und Potenziale der Fernbehandlung stärker nutzen können. Das forderte der rheinland-pfälzische Landesvertretungsleiter der Techniker Krankenkasse (TK), Jörn Simon, anlässlich des Deutschen Ärztetags.

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„Voraussetzung hierfür ist, dass die Ärztekammern die Musterberufsordnung und die Landes-Berufsordnungen für Fernbehandlungsangebote präzisieren und öffnen“, sagt Simon. Es gebe zwar kein Fernbehandlungsverbot, die Musterberufsordnung schließe aber eine telemedizinische Behandlung ohne vorherigen persönlichen Arzt-Patient-Kontakt aus, so der TK-Landeschef weiter.

„Insbesondere für ein Flächenland wie Rheinland-Pfalz wäre es ein wichtiger Schritt, wenn die Landesärztekammer die Musterberufsordnung entsprechend öffnen würde, damit sinnvolle telematische Angebote – in einem kontrollierten Rahmen – erprobt werden könnten. Hierzu zählt beispielsweise auch das Angebot der Videosprechstunde“, sagt Simon.

In Baden-Württemberg ist man da schon weiter. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg habe ihre Berufsordnung hier bereits für Fernbehandlungskonzepte geöffnet.

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