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Digitalisierung, Insurtechs & Co. Wie die Versicherungsbranche digital unter Druck gerät

© dpa/picture alliance

Das Kundenverhalten in der Versicherungsbranche ändert sich zunehmend. 71 Prozent der Kunden recherchieren schon online. Auf Direktversicherungen greift ein Viertel der Kunden zurück. Aber die Versicherungen reagieren noch zu wenig darauf.

| , aktualisiert am 07.04.2016 17:24  Drucken
Die großen Versicherungskonzerne hinken dieser Entwicklung hinterher. Viele arbeiten zum Beispiel  noch mit veralteten Bestandsverwaltungssystemen. Diese auf moderne Software umzustellen ist enorm aufwendig. Bei Mobilisierung und Digitalisierung wird dies zu einem Hemmschuh, schreibt Ingo Steinhaus auf dem Portal IT-Zoom.

Außerdem würden die Anbieter die digitale Wirtschaft noch zu sehr nur als neuen Vertriebskanal ansehen und nicht als Möglichkeit, besser auf Kundenbedürfnisse zu reagieren. Die große Suche nach neuen digitalen Geschäftsmodellen läuft also.



Insurtech auf dem Vormarsch

Anders ist es bei den „Insurtechs“, also Start-up-Unternehmen, die neue digitale Geschäftsmodelle anbieten. „Die meisten dieser Jungunternehmen nutzen das Plattformprinzip. So gibt es verschiedene Vergleichsportale und Versicherungsmakler, die auf eine moderne und flott reagierende Benutzeroberfläche setzen. Andere Startups wie GetSafe oder Knip vermarkten Apps, die als mobiler Versicherungsmanager arbeiten und den Verzicht auf Aktenordner und Klarsichthüllen erlauben“, schreibt Steinhaus weiter.

Das Unternehmen Friendsurance dagegen bietet schon seit 2010 eine Art Facebook für Versicherungen an. Es baut Versicherte zu Gruppen zusammen, die Schäden erstmal unter sich regeln. Gesparte Beiträge gehen als Schadensfrei-Bonus zurück an den Kunden.

Das Modell des Start-ups AppSichern bietet Kurzfristversicherungen an, etwa bei Probefahrten beim Autohändler. Die Versicherung übernimmt dann eine Selbstbeteiligung im Schadenfall. Sie kostet 5 Euro und kann innerhalb weniger Minuten abgeschlossen werden.

27 Millionen Euro Startkapital flossen in die Start-ups

Die Beispiele zeigen, dass sich der Markt rapide weiterentwickelt. Alleine im vergangenen Jahr sind etwa 27 Millionen Euro Startkapital in die Branche geflossen – aber nur ganz selten von den Versicherungen selbst.

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