Veränderung in vollem Gange: Ein Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) stellt bei einer Pressekonferenz den Assistenzroboter HUG vor. Caritas und DLR haben entwickeln Robotersysteme die in der Altenpflege eingesetzt werden sollen. © dpa/picture alliance
  • Von Peter Schmidt
  • 14.05.2018 um 10:13
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Digitalisierung und Globalisierung drängen Menschen als Privatperson, als Arbeitnehmer und als Unternehmer immer schneller zu Veränderungen. Stellt sich die Frage: Wie kann man sich auf Veränderungsprozesse besser einstellen? Unternehmensberater Peter Schmidt liefert in seiner aktuellen Kolumne einige Tipps für Versicherungsmakler.

Menschen im Allgemeinen und Versicherungsmakler im Besonderen können sehr unterschiedlich mit anhaltendem Umsatz- und Leistungsdruck und vor allem sich immer schnelleren Veränderungen in der Produktwelt, den Folgen der immer stärkeren Regulierung der Berufsinhalte und der Digitalisierung umgehen. Die Sehnsucht nach „alten Zeiten“ ohne Technik, ohne Dokumentation und ohne überzogenem Datenschutz wächst bei der Mehrzahl von Vermittlern, die zur Generation 50plus gehören.

Gewohnte Prozesse und Ansprechpartner geben Sicherheit. Gewohnheiten erleichtern das Leben und entlasten Geist und Körper. Gewohnheiten lassen aber auch Kreativität und Optimismus verkümmern. Deshalb müssen Menschen an der Fähigkeit, mit Veränderungen zu leben und dies aktiv zu gestalten, immer wieder arbeiten. Es gilt, im Arbeitsprozess neue und zeitgemäße Gewohnheiten zu entwickeln, die jüngere Kollegen schon als Selbstverständlichkeit intus haben.

Burnout bei Versicherungsmaklern – das gibt es

Es passt nicht zum Klischee des starken und extrovertierten Maklers. Dennoch gibt es die Makler, denen der Zeitgeist zu schnell geht und die den Veränderungsprozess nicht mehr standhalten. Der Weg zum „ausgebrannt sein“ beginnt meist in der inneren Befindlichkeit. Demotivation führt zu Veränderungen im Verhalten, sowohl auf der beruflichen als auch der zwischenmenschlichen Ebene. Es passiert schleichend und oft auf allen Ebenen gleichzeitig.

Der Körper reagiert mit Verspannungen, Magen-Darm-Problemen oder Schwierigkeiten im Herz-Kreislaufsystem. Dazu kommen nicht selten steigender Konsum von Kaffee, Zigaretten und Alkohol. Wenn Sie jetzt diese Zeilen lesen, dann bewerten Sie sicher Foto-Postings bei Facebook oder Instagram von Zigarre rauchenden Menschen mit Whisky-Glas in der Hand im Wiederholungsfall etwas anders.

Einher gehen Unaufmerksamkeit, nachlassenden Konzentration, Dünnhäutigkeit gegenüber Mitarbeitern und letztlich immer häufigere Resignation zum Beruf, Enttäuschung gegenüber dem Geschaffenen und der drängender Wunsch zum Exit. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Makler in der Altersgruppe Mitte 40 bis Anfang 50 auch Kunden der Bestands-Verkaufsplattform „Marktplatz für Maklerbestände“ als Verkäufer des Lebenswerks werden.

Sinkende Belastbarkeit und Unzufriedenheit mit sich selbst führt zu Zynismus gegenüber Kunden und Mitarbeitern und sinkender Kreativität als Unternehmer, die aber gebraucht wird, um notwendige Veränderungsprozesse anzustoßen und konsequent zu Ende zu führen. Wenn dann noch Beziehungsprobleme im privaten Bereich dazu kommen, dann steht das Datum für den kompletten Zusammenbruch oder einem Herzinfarkt schon im Buch des eigenen Schicksals.

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Peter Schmidt

Dr. Peter Schmidt ist seit 2013 Inhaber der Unternehmensberatung Consulting & Coaching in Berlin und als Experte für Strategie- und Prozessberatung für Versicherer, Maklerpools, Vertriebe und Makler tätig.

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