Eine Familie wandert am 26. Dezember 2021 durch einen winterlichen Wald in Ostbrandenburg: Viele Deutsche schöpfen inzwischen wieder neuen Mut, sich mit ihrer Altersvorsorge zu befassen. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul
  • Von Lorenz Klein
  • 05.01.2022 um 16:58
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Die Deutschen wollen wieder mehr für ihre Altersvorsorge tun. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Nachdem die Vorsorgebereitschaft im Jahr 2020 auf den tiefsten Stand der letzten fünf Jahre eingebrochen sei, deutete sich 2021 ein Trendwechsel an, teilte das DIA mit.

Die Bundesbürger geben sich wieder deutlich aufgeschlossener, wenn es um ihre Vorsorgepläne fürs Alter geht. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie „DIA-Deutschland-Trend Vorsorge“, die jeweils am Ende eines Jahres von INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) erhoben wird.

Demnach gaben 31 Prozent an, dass sie bislang nicht ausreichend vorgesorgt haben, aber in den kommenden zwölf Monaten weitere Rücklagen anlegen möchten (siehe Grafik). Das sei gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um sechs Prozentpunkte, wie das DIA am Mittwoch erklärte. 2020 war die Vorsorgebereitschaft auf den tiefsten Stand der letzten fünf Jahre eingebrochen.

Spiegelbildlich sank der Anteil jener Befragten, die zwar ebenfalls eine unzureichende Vorsorge einräumen, aber dagegen nichts unternehmen wollen beziehungsweise können: Im vergangenen Jahr pegelte sich der Wert mit 41 Prozent wieder auf Vor-Pandemie-Niveau ein, nachdem er 2020 sprunghaft auf 47 Prozent gestiegen war.

„In den Monaten kurz nach dem Ausbruch der Pandemie mit Lockdown, Kurzarbeit und Auftragseinbrüchen bei vielen Selbstständigen herrschte enorme Unsicherheit. Darunter litt auch die Altersvorsorge. Nun pegelte sich die Stimmung offenkundig wieder ein. Unter Umständen schärfte die Krise das Bewusstsein für die Vorsorge sogar“, interpretiert DIA-Sprecher Klaus Morgenstern das Ergebnis. „Eine andere Befragung des DIA zeigt, dass finanzielle Rücklagen durch die Pandemie für viele größere Bedeutung gewonnen haben.“

Lebensstandard im Alter aus sich der meisten Bürger nicht zu halten

Der Anteil der Befragten, die ihre Vorsorge für ausreichend halten, macht zwar nur ein Drittel aus, blieb allerdings auf diesem Niveau in den zurückliegenden drei Jahren weitgehend konstant. Ihnen stehen zwei Drittel mit unzureichender Vorsorge gegenüber. Das spiegelt sich auch in den Erwartungen an den Lebensstandard im Alter wider. So glauben 62 Prozent, dass sie diesen mehr oder weniger stark absenken müssen.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit 2016 an.

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