Fensterputzer in Berlin: In kleinen und mittelständischen Unternehmen ist das Unfallrisiko höher als in Großbetrieben. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Michael Sohn
  • Von Juliana Demski
  • 27.09.2022 um 16:57
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In kleineren Betrieben ist das Risiko, einen Arbeitsunfall zu erleiden, höher als in Großbetrieben. Das zeigt eine Auswertung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Wer in einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen (KMU) angestellt ist, arbeitet mitunter gefährlich. Aktuellen Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zufolge ist hier das Unfallrisiko höher als in Großbetrieben.

Konkret lag die Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle im Jahr 2021 bei 17,7 Unfällen je 1.000 Vollarbeiter. Das ist im Vergleich der Betriebsgrößen der niedrigste Wert. Die höchste Arbeitsunfallquote hingegen verzeichnete die DGUV mit 29,5 bei Betrieben mit 10 bis 49 Beschäftigten. In Kleinstbetrieben mit bis zu neun Beschäftigten lag die Unfallquote mit 21,5 etwas niedriger, allerdings haben sie die höchste Quote an neuen Unfallrenten. Das sei ein Indiz für schwere Unfallverläufe, so die DGUV.

Warum das Unfallrisiko so unterschiedlich ausfällt

Die Gründe für diese Unterschiede seien „vielfältig“, kommentiert Präventionsexperte Heinz Schmid von der DGUV die Ergebnisse. „Zum einen liegt es sicher an der unterschiedlichen Branchenverteilung. Zu den Großen zählen auch viele Verwaltungen und Betriebe mit vielen Büroarbeitsplätzen. Dort ist das Unfallrisiko niedriger als im produzierenden Gewerbe. Auch verfügen größere Betriebe oft über Arbeitsschutzmanagementsysteme, während KMU den Arbeitsschutz nicht auf vielen Schultern verteilen können.“ Schmids Appell lautet daher: „Hier müssen Einzelne aktiv werden.“

 

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört sie seit 2016 an.

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