Der Niedrigzins ist schuld So viel müssen Sparer zusätzlich fürs Alter zurücklegen

Helfer der Münchener Tafel verteilen heiße Suppe an Bedürftige: Gerade Menschen mit wenig Einkommen bestraft der Niedrigzins noch einmal zusätzlich.
Helfer der Münchener Tafel verteilen heiße Suppe an Bedürftige: Gerade Menschen mit wenig Einkommen bestraft der Niedrigzins noch einmal zusätzlich. © Getty Images

„Die Niedrigzinspolitik ist eine Zumutung für alle, die für die Zukunft vorsorgen wollen“, erklärt der GDV. Der Versichererverband rechnet nach, wie viel Geld Bürger zusätzlich für ihre Altersvorsorge aufwenden müssen, wenn der langfristige Zins um nur einen Prozentpunkt sinkt.

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Sinkt der langfristige Zins um einen Prozentpunkt, muss ein Bürger 15 bis 20 Prozent mehr aufwenden, um das Niveau seiner Altersvorsorge stabil zu halten. Das ergaben Berechnungen des Versichererverbands GDV.

Gerade Menschen mit geringen oder mittleren Einkommen dürfte es sehr schwer fallen, bis zu einem Fünftel mehr für ihre Altersvorsorge zurückzulegen. „Die Folge ist, dass die Vorsorgelücke in Deutschland immer größer wird – und die Zahl der Menschen immer kleiner, die im Alter ihren Lebensstandard halten können“, so der GDV.

Trotz der Niedrigzinsen haben die Deutschen Vertrauen in die Lebensversicherung, so der Versichererverband weiter. Laut GDV wurden im vergangenen Jahr über 5,7 Millionen neue Lebensversicherungen abgeschlossen. Die Zahl der Kündigungen ist weiter rückläufig und liegt mit 3,1 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit über 20 Jahren.
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