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Gesundheitsreport Rückenschmerzen nehmen trotz Prävention weiter zu

Eine Ärztin deutet mit ihrem Zeigefinger auf eine Problemzone der Lendenwirbelsäule: Rückenschmerzen nehmen hierzulande weiter zu.
Eine Ärztin deutet mit ihrem Zeigefinger auf eine Problemzone der Lendenwirbelsäule: Rückenschmerzen nehmen hierzulande weiter zu. © dpa/picture alliance

Trotz spezieller Rückenkurse oder präventiver Maßnahmen: Probleme mit dem Rücken nehmen bei den Bundesbürgern weiter zu. Wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit in ihrem Gesundheitsreport feststellt, treiben die Schmerzen immer mehr Betroffene sogar in die Notfallaufnahmen der Krankenhäuser.

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75 Prozent aller Berufstätigen hatten im vergangenen Jahr mindestens einmal Rückenschmerzen. Im Jahr 2003 waren es erst 55 Prozent. Und jeder Vierte hat aktuell Beschwerden in diesem Bereich. Das sind Ergebnisse des aktuellen Gesundheitsreports „Rätsel Rücken“ der DAK-Gesundheit.

Für den Report wertete das IGES Institut im Auftrag der Krankenkasse Daten von 2,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten sowie rund 190.000 Krankenhausfällen aus. Zudem befragte der Marktforscher Forsa 5.200 Frauen und Männer zum Thema.

Rückenschmerzen sind nach Infektionen der Atemwege laut Untersuchung der zweithäufigste Grund für Krankschreibungen. Hochgerechnet auf die erwerbstätige Bevölkerung hätten sich dadurch rund 35 Millionen Ausfalltage ergeben, schreibt die DAK-Gesundheit in ihrem Report. 

Betroffen sind bei 77 Prozent der Berufstätigen die Lendenwirbelsäule, 42 Prozent plagt der Nacken, 17 Prozent haben Schmerzen an der Brustwirbelsäule. Fast jeder Dritte (30 Prozent) gibt Schmerzen an mehreren Bereichen der Wirbelsäule an. Jeden Zehnten plagen dabei starke bis sehr starke Schmerzen.

Stress kann ein Verursacher sein

Die große Mehrheit geht mit ihren Beschwerden nicht zum Arzt, sondern versucht zunächst, allein damit zurechtzukommen. Nur 30 Prozent waren laut eigenen Angaben beim Arzt. Die Behandlungen reichten von Physiotherapie über Schmerzmittel und Spritze bis hin zum Gespräch über den Umgang mit den Schmerzen.

Der Zusammenhang von Stress und Rückenschmerzen wurde laut DAK-Report in den Praxen dabei allerdings kaum thematisiert (5,4 Prozent). „Da wir wissen, dass Stress und psychische Belastungen sich stark auf die Rückengesundheit auswirken können, sollte dieser Aspekt stärker bei der Diagnose und der Behandlung berücksichtigt werden“, fordert Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit.

Zu den Risikofaktoren für Rückenschmerzen gehören laut der Krankenkasse das häufige Arbeiten in unbequemer Körperhaltung, Termin- und Leistungsdruck sowie eine schlechte Work-Life-Balance. 

Weiteres Ergebnis:

Die Zahl der stationären Aufenthalte wegen Rückenschmerzen steig seit dem Jahr 2007 um 80 Prozent und erreichte im Jahr 2016 mit über 220.000 Krankenhausfällen einen Höchststand. 46 Prozent der Patienten wurden als Notfälle aufgenommen.

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