Sehr geehrter Herr Klemm, sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrem Beitrag „Vorsicht, Versicherungsvertreter“ in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) vom 19. November kritisieren Sie die mangelnde fachliche Ausbildung des Berufsstands der Versicherungsvermittler (Pfefferminzia berichtete). Sie bemängeln ferner, dass die Ausbildung zum Versicherungsfachangestellten Quereinsteigern schon nach 230 Unterrichtsstunden die Berufsausübung ermöglicht und die Prüfungen vor den IHK-Prüfungsausschüssen vornehmlich Personal- und Sozialkompetenz abfragen, aber nicht Fachwissen.

Auf Ihre Polemik, dass Versicherungsvermittler „Verkaufsmaschinen“ seien, die nur auf ihre Provisionen aus sind, möchten wir nicht eingehen. Wir behandeln sie als Stilblüten, die dieser renommierten und von uns geschätzten Zeitung nicht gut anstehen.

Dagegen freut uns, dass Sie unsere Initiativen zum Ehrbaren Kaufmann und der Weiterbildungsinitiative „gut beraten“ zitieren und als Beleg dafür anführen, dass sich die Vermittlerbranche und der BVK darum bemühen, die Qualifikation des Berufsstands zu heben.

Leider verfallen Sie jedoch kurz danach wieder in wohlfeile Reflexe von Provisionsgier der Vermittler und empfehlen unter Zitierung von IHK-Vertretern die Honorarberatung als seligmachende Option für Verbraucher.

Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass der BVK schon vor über fünf Jahren ein Berufsbild für alle Vermittler entwickelt hat, das für die Vermittlerschaft zukunftsweisend ist.