Ein Kind auf einem Trampolin: Da Kitas, Kindergärten und Schulen momentan geschlossen haben, leistet im Fall der Fälle auch nicht die gesetzliche Unfallversicherung. © Pixabay
  • Von Juliana Demski
  • 07.04.2020 um 14:23
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Die Corona-Krise stellt derzeit das Leben der Deutschen auf den Kopf – viele Versicherer haben deshalb mit speziellen Angeboten für Privatkunden reagiert. So gibt es sowohl bei der Gothaer als auch bei der Basler einen kostenlosen Unfallschutz für Kinder, die Zurich greift Lebensversicherungskunden bei finanziellen Engpässen unter die Arme, die Provinzial Nordwest hilft gleich auf mehreren Ebenen, die DA Direkt bietet eine kontaktlose Pannenhilfe an und HDI informiert über Cyber-Risiken im Homeoffice.

Gothaer und Basler mit kostenlosen Unfallabsicherungen für Kinder

Wegen der Corona-Krise sind derzeit landesweit alle Kindergärten, Kitas und Schulen geschlossen – damit entfällt auch die gesetzliche Unfallversicherung für Kinder. Die Gothaer bietet deshalb ab sofort einen kostenfreien Unfallschutz für die Kleinsten an. Das Angebot gilt bis zum 31. Mai 2020 und ist abschließbar für alle Privatkunden, die schon bei der Gothaer versichert sind – egal in welcher Form. Abgesichert werden können Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, die in häuslicher Gemeinschaft mit einem Elternteil leben.

Einen ähnlichen Schutz bietet auch die Basler an. In Zusammenarbeit mit dem Insurtech Kasko ist ein kostenloser Unfallschutz für Kinder entstanden – ebenfalls für alle Kunden des Versicherers. Versichert sind je Kind 20.000 Euro Invaliditätsleistung mit einer Progression von 350 Prozent. Das ergibt eine Maximalabsicherung von 70.000 Euro im Schadenfall. Ebenso zahlt der Versicherer bei einem stationären Krankenhausaufenthalt nach einem Unfall oder aufgrund einer Neuinfektion mit dem Corona-Virus 50 Euro als Trostpflaster aus.

Zurich unterstützt Lebensversicherungskunden bei finanziellen Engpässen

Kurzarbeit, Gehaltskürzungen oder Kündigungen sind in der Corona-Krise leider keine Seltenheiten. Um Kunden in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu helfen, hat Zurich neue Regeln zur Überbrückung von finanziellen Engpässen aufgestellt. Konkret bietet der Versicherer in vielen Fällen eine Beitragsstundung unter Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes. Die vertraglich festgelegten Einschränkungen hinsichtlich der Nutzung dieser Regelung setzt Zurich während der Corona-Krise zunächst bis zum 30. Juni 2020 auf Kundenwunsch aus.

Zurich verzichtet dabei außerdem auf Stundungszinsen. Darüber hinaus ist auch eine Beitragsfreistellung möglich. Bei Unsicherheit im Umgang mit einem kurzfristig getätigten Abschluss bietet die Versicherung die Möglichkeit, den Versicherungsbeginn auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Dies gilt für Verträge mit Versicherungsbeginn in diesem Jahr. Fondsgebundene Versicherungen sind von dieser Regelung allerdings ausgenommen.

Provinzial Nordwest unterstützt auf verschiedenen Ebenen

Die Einzelunternehmen der Provinzial Nordwest – Westfälische Provinzial Versicherung, Provinzial Nord Brandkasse und Hamburger Feuerkasse – bieten ihren Kunden auf mehreren Ebenen Unterstützung in der Corona-Krise an.

Unter anderem erhalten alle Kunden der Provinzial oder Hamburger Feuerkasse, die eine Hausratversicherung abgeschlossen haben, den Baustein „optional versicherbarer Internetschutz“ ohne Zusatzkosten mit dazu. Der Einschluss gilt zunächst bis Ende Juni.

Auch die vertraglich vereinbarte Kilometerleistung können alle Kunden der Kfz-Versicherung nun überprüfen und gegebenenfalls herabsetzen, um so den Versicherungsbeitrag zu senken. Das gilt für alle bei der Provinzial versicherten Fahrzeuge, unabhängig davon, ob es sich um einen Erst- oder Zweitwagen handelt. Das soll vor allem Menschen helfen, die normalerweise viel im Auto unterwegs sind und nun im Homeoffice arbeiten. Darüber hinaus gibt es für bei der Provinzial oder Feuerkasse versicherte Zweitwagen auf Kundenwunsch unbürokratisch eine beitragsfreie Ruheversicherung.

Und: Kunden der Provinzial Nordwest, die eine Unfallversicherung mit Krankenhaustagegeld besitzen, erhalten diese zudem ab sofort auch bei einer Covid-19-Behandlung im Krankenhaus, obwohl diese Leistung in den Versicherungsbedingungen eigentlich nicht vorgesehen ist.

DA Direkt startet kontaktlose Pannenhilfe

Wer bei der DA Direkt eine Kfz-Versicherung abgeschlossen hat, kann im Schadenfall ab sofort auf eine digitale Pannenhilfe zurückgreifen. Bleibt ein Kunde beispielsweise mit seinem Fahrzeug liegen, ermöglicht es die sogenannte „Roadside Assistance“, Abschleppdienste über eine Web-Anwendung zu beauftragen. Das havarierte Fahrzeug wird dann durch einen Hol- und Bringservice abgeholt, wenn nötig durch einen Leihwagen ersetzt und nach der Reparatur wieder zurückgebracht – alles ohne eine physische Interaktion mit den Dienstleistern und damit ohne Infektionsrisiko.

Das Besondere an dem neuen Feature: Mit der „Track and Trace“-Funktion der Pannenhilfe kann der Kunde zu jeder Zeit per Smartphone nachverfolgen, wo sich der Abschleppdienst gerade befindet und wann er den Zielort erreicht.

HDI und Perseus veröffentlichen Leitfaden zur Cyber-Sicherheit im Homeoffice

Viele Menschen arbeiten derzeit von zu Hause aus – besondere Herausforderungen sind dabei IT- und Datensicherheit. Die HDI Gruppe und das Cyber-Sicherheitsunternehmen Perseus stellen deshalb einen kurzen Erklärfilm und einen Leitfaden als Download zu Verfügung, der Tipps zum richtigen Umgang mit Unternehmensdaten im Homeoffice gibt.

Laut HDI richtet sich das kostenlose Informationsangebot insbesondere an Unternehmen, die im Regelbetrieb keine Heimarbeit betreiben und nicht über eine eigene Abteilung für Informationssicherheit verfügen und so noch nicht auf eigenes Wissen zurückgreifen können.

>>> Hier geht’s zum Video.
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Juliana

Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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