Condor Lebensversicherung setzt LVRG um „Der Courtagesatz für sämtliche Produkte wurde drastisch reduziert“

Maxpool-Chef Oliver Drewes.
Maxpool-Chef Oliver Drewes. © Maxpool

Der Maklerpool Maxpool schlägt in einer Mitteilung Alarm: „Bittere Nachricht für Poolmakler“, heißt es da. Und weiter: „Condor reduziert die Courtagen für bundesweit alle Maklerbetriebe offenbar auf einheitlich gefasste und in Summe deutlich geringere Sätze.“ Auch Biometrieprodukte seien davon betroffen. Die Details gibt es hier.

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Maxpool könne wegen der neuen Regelung in Zukunft nur noch geringere Courtagen für Lebensversicherungs- und Biometrieprodukte an angebundene Makler auszahlen. „Die Geschäftspolitik der Condor strapaziert uns derzeit extrem. Mit dem Vorwand der gesetzlich geforderten Veränderungen durch das LVRG wurde uns der Courtagesatz für sämtliche Produkte  drastisch reduziert. Obwohl Biometrietarife wie die Berufsunfähigkeitsversicherung von den Neuregelungen durch das LVRG nicht betroffen sind, wurde auch in diesen Bereichen die Courtage verringert“, so Maxpool-Chef Oliver Drewes.

Es stehe natürlich jedem Versicherer frei, seine Vergütungspolitik so zu gestalten, dass sie zu ihm und seiner Geschäftsphilosophie passe. „Viel schlimmer ist aus unserer Sicht jedoch, dass Condor diese Gelegenheit nutzt, jene Makler einseitig schlechter zu stellen, die ihr Geschäft über eine Poolgesellschaft abwickeln. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand hat Condor die Vergütungssätze einheitlich auf einen pauschalen Satz definiert, sodass der Einzelmakler mit geringster Produktion den gleichen Vergütungssatz erhält wie beispielsweise Maxpool. Daraus folgt logischerweise, dass der Pool die Courtage des kooperierenden Maklers proportional stärker beschneiden muss, um weiterhin eine Marge für seine Leistungen zu erhalten“, so Drewes weiter.

Nicht weniger schlimm, aber wenigstens konsequent wäre es aus seiner Sicht gewesen, die Zusammenarbeit mit Poolgesellschaften oder gleich mit dem gesamten Maklermarkt vollständig zu beenden. „Dieser Schritt wurde jedoch nicht gemacht. Stattdessen versucht Condor auf diesem Wege die Vorteile, die eine Zusammenarbeit mit Poolgesellschaften bringen, weiterhin zu nutzen, die Kosten dafür aber einseitig dem Makler aufzubürden.“

Die 62 Seiten umfassende Courtagevereinbarung der Condor habe man aber noch nicht ganz auswerten können. Die Courtagezusage habe Maxpool erst am Tag ihres Inkrafttretens, am 1. März, erreicht. Drewes: „Wir dürfen diese Veränderungen jetzt ohne Vorlaufzeit in unsere Systeme hineinzaubern und Geschäft aus der Übergangszeit nacharbeiten.“

Pfefferminzia hat bei der Condor Lebensversicherung um Stellungnahme gebeten. Sobald diese vorliegt, veröffentlichen wir diese.
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