Der Realzins befindet sich im dritten Quartal 2018 mit 1,92 Prozent auf einem Rekordtief. © Comdirect
  • Von Manila Klafack
  • 18.10.2018 um 11:18
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Die Inflation steigt auf 2,1 Prozent und die Zinsen verharren bei 0,18 Prozent auf einem niedrigen Niveau. Der Realzins liegt im dritten Quartal 2018 dadurch bei 1,92 Prozent. Die deutschen Sparer verlieren deshalb weiter Geld. 130 Euro sind es laut dem Realzins-Radar der Direktbank Comdirect allein im dritten Quartal – ein neuer Rekord.

Nach wie vor verlieren Anleger aufgrund der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt bei gleichzeitig steigender Inflation in vielen Sparformen Geld. Der Realzins-Verlust lag im dritten Quartal bei 10,8 Milliarden Euro und damit bei rund 130 Euro pro Bundesbürger. Das bedeutet einen neuen Rekord beim Wertverlust für deutsche Sparer. Denn der Verlust liegt über dem bisherigen Rekord von 9,8 Milliarden Euro im zweiten Quartal dieses Jahres. Das hat der quartalsweise erscheinende Realzins-Radar ergeben, den die Direktbank Comdirect gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Barkow Consulting ermittelt.

Die Inflation ist gegenüber den vorherigen Quartalen nochmals gestiegen und beträgt nun 2,1 Prozent. Gleichzeitig verharren die Zinsen für Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen mit durchschnittlich 0,18 Prozent im dritten Quartal. Der Realzins, also der effektive Zinssatz nach Abzug der Inflation, liegt damit im dritten Quartal mit minus 1,92 Prozent auf einem Rekordtief.

„Natürlich ist es sinnvoll, einen Teil des Ersparten kurzfristig verfügbar zu halten. Sparer sollten jedoch bedenken, dass der Preis für diese Flexibilität ein schleichender Wertverlust ist“, sagt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender der Comdirect. Besonders deutlich wird dies in der langfristigen Betrachtung: Seit Ende 2010 haben die Deutschen insgesamt 102,2 Milliarden Euro verloren, indem sie ihr Geld in Sparprodukte investierten, deren Verzinsung unterhalb der Inflationsrate lag.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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