Ist gegen einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung: BVK-Präsident Michael Heinz. © BVK
  • Von Juliana Demski
  • 11.01.2019 um 17:38
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Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Vermittler in Deutschland um fast 9 Prozent verringert. Schuld sind vor allem wachsende Belastungen im Arbeitsalltag. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) sprach sich deshalb erneut gegen einen möglichen Provisionsdeckel aus.

Allein im Jahr 2018 hat sich die Vermittlerzahl in Deutschland um 19.182 auf insgesamt 201.643 verringert. Das seien rund 8,7 Prozent weniger als zu Beginn des vergangenen Jahres, geht aus dem Vermittlerregister hervor.

„Hier wird in Form nackter Zahlen überdeutlich, dass offenbar viele Vermittler die Belastungen aus den zahlreichen Regulierungen der vergangenen Jahre nicht mehr tragen können und lieber ihren Beruf aufgeben, als unter der Last der zunehmenden gesetzlichen Vorgaben weiterzumachen“, kommentiert der Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), Michael Heinz, das Ergebnis. 

Er fordert daher: Die Politik solle „die Warnzeichen dieser Entwicklung ernst nehmen und die Vermittlerbranche nicht noch mehr mit Diskussionen über einen möglichen Provisionsdeckel verunsichern.“ 

Ist die qualifizierte Beratung in Gefahr?

Heinz sehe dabei auch das Leid der Kunden. Denn: „Die Versorgung mit erfahrener und qualifizierter Beratung und Vermittlung durch unseren Berufsstand wird in den kommenden Jahren in der Breite abnehmen. Damit kann der sozialpolitische Auftrag der Vermittler für die Absicherung breiter Bevölkerungskreise immer schwerer erfüllt werden.“

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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