BVK-Chef Michael Heinz „Vermittler brauchen eine auskömmliche Vergütung, um fair beraten zu können“

Michael Heinz, Chef des BVK, auf der MCC-Veranstaltung.
Michael Heinz, Chef des BVK, auf der MCC-Veranstaltung. © MCC

Die Zeiten für Vermittler sind schwierig, sagt Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Gründe sind unter anderem das LVRG, die Suche nach auskömmlichen Vergütungsmodellen und eine schwindende Partnerschaft zwischen Versicherer und Vermittler.

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Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), ist schwer enttäuscht. In seinen Augen nimmt die Partnerschaft zwischen Versicherungen und Vermittlern immer weiter ab. Letzter Lackmustest hierfür war das LVRG und der Umgang mit dem aktuellen Niedrigzinsniveau, so Heinz auf der Veranstaltung „Versicherungsvertrieb der Zukunft 2015“ von MCC in Düsseldorf.

Die Argumentation vieler Versicherer laute folgendermaßen: Problem = Niedrigzins, Folge = Probleme bei Erfüllung der Zinsversprechen, Lösung = Kostenreduktion, Mittel = Provisionskürzung und Haftzeitverlängerung.

Nur ein paar Maklerversicherer hätten sich bisher klar auf die Seite der Vermittler gestellt. Heinz: „Bei der Diskussion um neue Vergütungsmodelle nach dem LVRG hätte ich mir gewünscht, dass der GDV auf uns zukommt und fragt: Wie wollen wir das gemeinsam lösen?“ Aber niemand habe sich gemeldet.

Weiter führte Heinz aus: „Vermittler erfüllen einen sozialpolitischen Auftrag. Und der wird nachhaltig behindert durch Politik, Presse, Verbraucherschützer und so weiter.“ Jahrelang hätten durch Strukturvertriebe Vermittler unter Druck verkauft. „Das hat Verbraucherschützer und Politik überhaupt erst auf uns aufmerksam gemacht. Diese Entwicklung darf es jetzt nicht wieder geben“, so Heinz. „Vermittler brauchen eine auskömmliche Vergütung, um fair beraten zu können.“
 
Um den angeschlagenen Ruf der Vermittler zu verbessern, hat man einen neuen Verein gegründet: den Verein ehrbarer Versicherungskaufleute (VEVK). „Das kommt gut an“, so Heinz. „Für uns ist wichtig, dass wir über den VEVK ein neues Berufsbild bekommen.“ Einer Konsolidierung sieht der BVK-Chef recht gelassen entgegen: „Wenn wir nur noch 130.000 oder 100.000 wären, würde das reichen.“
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