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Erneute Spahn-Forderung Krankenkassen sollen umstrittene Erbgutanalyse von Embryonen übernehmen

Nach einer künstlichen Befruchtung durch die Spermieninjektion in die Eizelle, sollte eine Analyse des Erbguts eines so entstandenen Embryos eine Kassenleistung sein - meint das Bundesgesundheitsministerium.
Nach einer künstlichen Befruchtung durch die Spermieninjektion in die Eizelle, sollte eine Analyse des Erbguts eines so entstandenen Embryos eine Kassenleistung sein - meint das Bundesgesundheitsministerium. © dpa/picture alliance

Aus dem Bundesgesundheitsministerium wird nun die nächste Forderung auf Übernahme von Kosten durch die Krankenkasse laut. Erst kürzlich ging es um die Kosten einer Fettabsaugung bei Frauen mit einer Fettverteilungskrankheit. Nun folgt die Forderung auf Kostenübernahme für eine Genanalyse bei Embryonen, die hinsichtlich einer Erbkrankheit gefährdet sind.

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Geht es nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sollen die Krankenkassen künftig die Kosten für die umstrittene Präimplantationsdiagnostik (PID) übernehmen. Das berichtet Spiegel Online unter Berufung auf Informationen des Redaktionsnetzwerks (RND) Deutschland.

Bei dieser besonderen Untersuchung geht es um eine Analyse des Erbguts von Embryonen nach einer künstlichen Befruchtung. Eltern, bei denen das Risiko besonders hoch ist, dass ihr Nachwuchs eine Erbkrankheit haben könnte oder die Schwangerschaft mit einer Fehl- oder Totgeburt endet, können unter bestimmten Umständen die Gene untersuchen lassen. Spahn habe diesbezüglich einen Änderungsantrag zum Terminservice-Gesetz gestellt, der dem Spiegel vorliege.

Der umtriebige Bundesgesundheitsminister sorgt damit einmal mehr für Gesprächsstoff. Hatte er doch erst kürzlich gefordert, dass die Fettabsaugung bei Frauen mit Lipoödem von den Krankenkassen übernommen werden sollte. Dabei sei bislang nicht erwiesen, dass die Fettabsaugung diesen Frauen langfristig tatsächlich helfe.

Laut Spiegel Online fürchten Experten, das Gesundheitsministerium könne künftig willkürlich darüber entscheiden, welche Therapien Kassenleistung sein sollten. So stehe es in dem Änderungsantrag des Ministeriums. Bislang entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bestehend aus Ärzten, Kliniken und Krankenkassen nach der Auswertung wissenschaftlicher Studien, ob die Kosten von neuen Therapien durch die Krankenkassen übernommen werden können.

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