Kommen wir zu Vorteil Nummer 2: „Der Beitragsaufwand reduziert sich durch die staatliche Förderung erheblich und ermöglicht auch Arbeitnehmern mit kleinerem Einkommen überhaupt eine adäquate Absicherung“, sagt Herbring.

Das bestätigt auch eine Nachfrage bei den BU-Versicherern. Beispiel Württembergische Lebensversicherung. Sie hat gerade eine selbstständige Berufsunfähigkeits-Direktversicherung auf den Markt gebracht. „Die Tarifvergünstigung gegenüber einem Einzelvertrag kann von rund 8 Prozent – bei kleinstmöglicher Gruppe – bis über 10 Prozent bei großer Gruppe reichen“, heißt es vom Versicherer.

Beiträge sind in bestimmten Umfängen steuer- und sozialabgabenfrei

Das ist schon mal was. Verstärkt wird die Ersparnis aber durch einen weiteren Effekt: „Die Beiträge zu einer betrieblichen Berufsunfähigkeitsversicherung sind wie eine Direktversicherung zu behandeln und damit – im Rahmen der in Paragraf 3 Nummer 63 Einkommensteuergesetz geregelten Freibeträge – steuer- und sozialversicherungsfrei“, sagt Sabine Boldt, Steuerfachangestellte und Personalfachkauffrau bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dierkes Partner aus Hamburg.

Heißt konkret: 2018 sind Beiträge bis maximal 8 Prozent der BBG West steuerfrei, was einem Wert von bis zu 520 Euro im Monat entspricht. Bei den Sozialabgaben sind es 4 Prozent. Der sozialabgabenfreie Betrag liegt also bei 260 Euro monatlich.

Einsparungen bis zu 55 Prozent möglich

„Unter Berücksichtigung der Steuer- und Sozialabgabenersparnis sind bei der betrieblichen Berufsunfähigkeitsversicherung dann Beitragseinsparungen von bis zu 55 Prozent möglich“, rechnet der Volkswohl Bund vor. „Aber Vorsicht“, mahnt Boldt. „Betriebliche Altersvorsorge und betriebliche BU-Versicherung bilden zusammen die Höchstgrenze für die Befreiung von der Steuer und der Sozialversicherung.“ Das sollten Makler bei der Beratung beachten.