BU-Invest der Gothaer aus Maklersicht „Der größte Vorteil liegt in der risikoadäquaten Kalkulation“

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Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase setzen manche BU-Versicherer auf investmentorientierte Varianten. So auch die Gothaer mit der fondsgebundenen Berufsunfähigkeitsversicherung BU Invest. Wie kommt das Produkt bei den Praktikern an? Philip Wenzel von Freche Versicherungsmakler beantwortet im Interview die wichtigsten Fragen zum Produkt.

| , aktualisiert am 25.07.2017 10:36  Drucken

Wie sinnvoll ist eine BU Invest bei kürzeren Laufzeiten, wenn etwa ein 49-jähriger eine BU abschließen möchte – gesetzt den Fall, er bekommt sie noch?

Bei kürzeren Laufzeiten kalkuliert die Gothaer mit weniger als 7 Prozent Wertentwicklung und die Prämie ist auch risikoadäquat kalkuliert schon recht hoch. Hier dürfte die Beitragsersparnis im Vergleich zu den klassisch kalkulierten Produkten nicht mehr so groß sein, sodass der Vermittler Lust hätte, dem Kunden zu erklären, was „risikoadäquat“ ist und welche Rolle das Fondsvermögen spielt. In meinen Augen ist der Tarif dann gleichermaßen attraktiv und auch realistisch, wenn wir Laufzeiten von über 35 Jahren haben.

Im Informationsmaterial zur BU Invest steht die Aussage, selbst wenn es – bei einer moderaten Börsenentwicklung – nach mehr als 20 Jahren zu einer Beitragserhöhung oder Leistungskürzung kommen muss, der Kunde insgesamt immer noch besser fährt als mit einer konventionellen BU. Was halten Sie von dieser Aussage?

Das ist sozusagen der Zauber der risikoadäquaten Kalkulation. Das funktioniert hervorragend, wenn ich später auch das nötige Geld habe und dazu die Einsicht, dass ich in jungen Jahren gut an Beiträgen gespart habe. Ist das nicht der Fall, habe ich einen unzufriedenen Kunden, der mich anruft.

Ihr Fazit also?

Unterm Strich ist das Produkt eine Alternative, die sinnvoll sein kann. Bei einer Betrachtung der Beitragssumme einer klassischen Kalkulation über die gesamte Vertrags-Laufzeit im Vergleich zur risikoadäquaten Kalkulation wird doch recht deutlich, dass spätere Anpassungen bei schlechtem Fondsverlauf auch gerne höher ausfallen dürfen und das Ergebnis in Summe immer noch besser ausfällt.

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