In Bremen ist das Armutsrisiko mit 22,7 Prozent besonders hoch. In Bayern mit 11,7 Prozent deutlich niedriger. © Statistisches Bundesamt (Destatis) 2019
  • Von Manila Klafack
  • 26.07.2019 um 10:25
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Armut hängt in Deutschland vom Wohnort ab. Wie das Statistische Bundesamt ermittelte, war das Armutsrisiko in Bremen im Jahr 2018 am höchsten und in Bayern am niedrigsten. Zudem sind Alleinerziehende eher gefährdet als andere Haushalte. Hier kommen die Details.

Wer in Bremen lebt, hat ein besonders hohes Armutsrisiko. 22,7 Prozent beträgt dort die Armutsgefährdungsquote, ein Indikator zur Messung der relativen Einkommensarmut. Dahinter folgen zwei ostdeutsche Bundesländer: In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Wert bei 20,9 und in Sachen-Anhalt bei 19,5 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2018 hervor.

Während in diesen drei Bundesländern also rund jeder fünfte Haushalt von Armut bedroht ist, sind es in Bayern oder Baden-Württemberg mit etwas mehr als jedem zehnten deutlich weniger (11,7 beziehungsweise 11,9 Prozent).

Insbesondere Alleinerziehende und ihre Kinder haben ein hohes Risiko, so das Amt. 40,4 Prozent der Personen in diesen Haushalten in den alten Bundesländern waren 2018 gefährdet und etwa 44,5 Prozent in den neuen Ländern (einschließlich Berlin). In Mecklenburg-Vorpommern waren sogar 57 Prozent betroffen.

Die Armutsgefährdungsquote liegt in den neuen Ländern (inklusive Berlin) bei durchschnittlich 17,5 und damit immer noch etwas höher als im früheren Bundesgebiet mit 15 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2005, als die ersten diesbezüglichen Daten erhoben wurden, haben sich die Werte jedoch angenähert. Damals betrug die Quote in den neuen Ländern mit Berlin 20,4 und im früheren Bundesgebiet 13,2 Prozent.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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