Boomender Online-Vertrieb EU will mehr Kontrolle bei Online-Abschlüssen von Versicherungen

Westhafentower der Eiopa in Frankfurt: Die europäische Aufsichtsbehörde glaubt, Verbraucher vor einem allzu freien Online-Vertrieb schützen zu müssen.
Westhafentower der Eiopa in Frankfurt: Die europäische Aufsichtsbehörde glaubt, Verbraucher vor einem allzu freien Online-Vertrieb schützen zu müssen. © Eiopa

Risiko-Leben, Unfall, Kfz – in nahezu allen Sparten schließen Verbraucher inzwischen ihre Versicherungspolicen im Internet ab. Das ist Anlass für die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa, den Online-Vertrieb stärker zu beobachten.

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Der Abschluss von Versicherungsverträgen über das Internet birgt für Verbraucher Risiken, schreibt die europäische Versicherungsaufsichtsbehörde Eiopa in einer aktuellen Stellungnahme. So laufen Kunden etwa Gefahr, unwirksame Verträge abzuschließen, aufgrund mangelnder Beratung falsche oder überteuerte Produkte zu kaufen, nicht den passenden Versicherungsschutz zu bekommen oder einzig ihre Kaufentscheidung an den Preis zu binden.

Damit Verbraucher zukünftig vor diesen Gefahren besser geschützt sind, fordert die Eiopa die nationalen Aufsichtsbehörden auf, sich stärker um das Thema Online-Vertrieb zu kümmern. In Deutschland ist dafür die Bafin zuständig. Sie soll laut Eiopa sicherstellen, dass auch Direktanbieter ihrer Beratungspflicht nachkommen und der Verkaufsprozess zudem transparent ist.

Generell gelte es, so Eiopa weiter, Verbraucher zu schützen. Dafür müssten sich die Aufsichtsbehörden gerade über neue Vertriebskanäle wie Vergleichsportale und Apps intensiver informieren, Daten sammeln und auswerten.

Innerhalb der kommenden sechs Monate erwartet die Eiopa dazu Berichte aus den einzelnen Ländern.
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