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Blitzer, Knöllchen, Schmerzensgeld Männer häufiger an Unfällen und Verkehrsdelikten beteiligt als Frauen

Ein Polizeibeamter spricht in Mannheim bei der Kontrolle von sogenannten
Ein Polizeibeamter spricht in Mannheim bei der Kontrolle von sogenannten "Autoposern" mit einem Autofahrer. © dpa/picture alliance

Jeder vierte Deutsche war in den vergangenen fünf Jahren mindestens einmal in einen Verkehrsunfall verwickelt, wie eine aktuelle Studie zeigt. Männer trifft es dabei häufiger als Frauen – und sie begehen auch häufiger kleine Verkehrssünden.

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Eine aktuelle Yougov-Studie im Auftrag des Rechtsschutzversicherers Roland zeigt, dass Männer in der jüngsten Zeit häufiger in Autounfälle verwickelt waren (28 Prozent) als Frauen (20 Prozent). Im Vergleich zu 2016 zeigt sich für Frauen damit ein etwas geringeres Unfallrisiko: Vor zwei Jahren traf es noch jede vierte Frau (24 Prozent).

Junge Menschen sind nach wie vor häufiger betroffen als ältere: Bei den Unter-35-Jährigen gab rund ein Drittel (30 Prozent, 2016: 34 Prozent) an, in den vergangenen fünf Jahren mindestens einen Unfall im Straßenverkehr gehabt zu haben. Bei den Über-35-Jährigen war es nur gut jeder Fünfte (21 Prozent, 2016: 24 Prozent).

Jeder zweite Deutsche (48 Prozent) musste in den vergangenen fünf Jahren wegen eines Verkehrsdelikts ein Bußgeld zahlen. Die mit Abstand häufigsten Gründe dafür sind, wie schon 2016, Geschwindigkeitsüberschreitungen (32 Prozent) und Falschparken (18 Prozent). Männer nehmen die Verkehrsvorschriften offenbar noch immer weniger ernst als Frauen: Sowohl bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen (39 Prozent versus 25 Prozent) als auch beim Falschparken (20 Prozent versus 17 Prozent) liegt das männliche Geschlecht vorn.

Regionale Unterschiede

Betrachtet man die verschiedenen Regionen, so sind die Autofahrer in Baden-Württemberg laut Studie besonders schnell unterwegs: 38 Prozent von ihnen wurden im vergangenen Jahr geblitzt. Auch in Rheinland-Pfalz (36 Prozent) und Sachsen (36 Prozent) gibt es häufig ungewollte Fotografentermine. Die Fahrzeughalter aus Hessen, die vor zwei Jahren noch mit 41 Prozent das Ranking anführten, lassen es jetzt offenbar ruhiger angehen: Hier gerieten nur 34 Prozent in eine Radarfalle.

Von der Straße in den Gerichtssaal

13 Prozent der Befragten musste 2017 aufgrund von Verkehrsdelikten vor Gericht (2016: 15 Prozent). Bei knapp der Hälfte aller Streitigkeiten (45 Prozent) ging es im um die Schuldfrage (2016: 52 Prozent). Außerdem sind häufige Ärgernisse: die Höhe des Schadens (2018: 28 Prozent, 2016: 27 Prozent) und Streit ums Schmerzensgeld (2018: 16 Prozent, 2016: 20 Prozent).

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