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Oliver Pradetto © Blau direkt
  • Von Redaktion
  • 25.02.2015 um 19:30
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lesedauer Lesedauer: ca. 01:05 Min

Oliver Pradetto, Chef des Maklerpools Blau direkt, erklärt im Interview, warum Makler heute nicht mehr alleine überleben können, welche Chancen sie nutzen sollten und wer wirklich der größte Feind der Branche ist.

In einem Interview mit dem Finanzportal Cash Online rät Oliver Pradetto seinen Maklern, ihre Geschäftspolitik den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Der Grund: Nicht nur Provisionen würden in den kommenden Jahren deutlich sinken, auch Internet-Giganten wie Google Compare und Amazon würden in den deutschen Versicherungsmarkt einsteigen und damit so manchen „Makler und Versicherer von der Landkarte fegen“. Deshalb sollten Makler jetzt schon anfangen „Kunden an sich persönlich zu binden.“

Eine weitere Chance für Makler kann laut Pradetto die Honorarberatung sein. So würden Makler anfangen, „die richtige Leistung zu verkaufen.“ Denn: „Die meisten Makler kommen aus Strukturvertrieben oder der Ausschließlichkeit und sind gewöhnt, über Produktgeber und Produkte zu sprechen. Doch Makler sollen kein Produkt verkaufen, sondern ihre Beratungsleistung.“

Den Einzelkämpfer an sich hält Pradetto zudem schon jetzt für tot, denn er habe viel zu wenig Direktanbindungen, um sich tatsächlich unabhängig nennen zu können. Ein Pool hingegen mache es Maklern möglich, an sehr viele Versicherer angebunden zu sein.

In der Provisionsfrage hält Pradetto für Blau direkt fest: „Die Abschlussprovisionen werden wir auf voller Höhe halten können. Wir haben uns entschieden, gleichzeitig die Bestandsprovisionen deutlich zu erhöhen, indem wir diese in voller Höhe an die Makler durch leiten. Langfristig erwarten wir dennoch, dass auch wir das jetzige Niveau nicht halten können.“

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