bKV Versicherer wünschen sich staatliche Förderung

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Die Versicherer wünschen sich für die betriebliche Krankenversicherung (bKV) eine ähnlich gute staatliche Förderung wie bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Das verstärke die Bindung von Arbeitnehmern an ihren Arbeitgeber.

„Die bKV kann einen wesentlichen Beitrag zur betrieblichen Versorgung leisten. Dazu brauchen wir stärkere steuerliche Anreize“, so Christian Molt, Vorstand der Allianz Privaten Krankenversicherung auf dem bKV-Forum im Rahmen des Personalmanagementkongresses in Berlin. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung, so der Allianz-Vorstand, habe der Gesetzgeber aufgrund der veränderten Bevölkerungsstruktur richtungsweisende steuerliche Förderungen beschlossen. Etwa über die steuerfreue Ansparphase der bAV.

"Leistungsniveau der GKV ist nicht haltbar"

„Bei der bKV muss die Politik über vergleichbare Lösungen nachdenken. Eine Kombination von betrieblicher Altersversorgung und bKV ermöglicht eine Rund-um-Absicherung der Arbeitnehmer und verstärkt die Bindung ans Unternehmen“, so Molt. Beim bKV-Forum handelt es sich um eine Initiative des Versicherungsmaklers Aon sowie der Versicherer Allianz, Axa und DKV.

Fred Wagner, Professor am Institut für Versicherungslehre der Universität Leipzig, hob die Bedeutung der bKV hervor, die sie künftig zur Stabilisierung des Gesundheitsniveaus in Deutschland leisten kann. „Das bisherige Leistungsniveau wird in der gesetzlichen Krankenversicherung auf Dauer – bei den gegebenen demographischen Entwicklungen – nicht mehr finanzierbar sein. Betriebliche Krankenversicherungen sind dazu geeignet, das Gesundheitsniveau in Deutschland auf breiter Front zu stabilisieren, wenn sie die wünschenswerte Marktdurchdringung erreichen“, sagte er.

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