Bis zu 4 Prozent pro Jahr gehen verloren Das kostet das Zu-Späte-Anfangen bei der Altersvorsorge

Peter Schwark ist Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft.
Peter Schwark ist Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft. © GDV

Viele Menschen sind angesichts des Niedrigzinsniveaus und der politischen Debatten zum Thema Altersvorsorge derzeit verunsichert. Die Folge: Sie warten ab und tun lieber erstmal gar nichts. Dass genau das aber grundverkehrt ist, erklärt Peter Schwark, Mitglied der Geschäftsführung des Versicherungsverbands GDV, in einem Gastbeitrag.

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In einem Gastbeitrag auf Xing geht GDV-Geschäftsführer Peter Schwark darauf ein, wie teuer ein Abwarten in Sachen Altersvorsorge sein kann. „Jedes Jahr, das ein junger Mensch bis zu seiner Rente an Vorsorgezeit verliert, weil er zaudert, unentschlossen ist, und die Entscheidung für eine Altersvorsorge vor sich herschiebt, sinkt der potenzielle Anspruch auf seine Privatrente um 3 bis 4 Prozent“, schreibt er.



Sparer, die beispielsweise im Jahr 2010 schon mit der Altersvorsorge begonnen hätten, würden 15 bis 20 Prozent mehr Privatrente bekommen als Zauderer, die erst 2015 loslegten. Das seien die Kosten der verlorenen Zeit.

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Ein wichtiger Faktor, um diese Kosten zu umgehen, seien die Vermittler und Berater in Deutschland. „Sie haben Millionen Menschen davon überzeugt, früh mit der Vorsorge zu beginnen. Die Versicherungswirtschaft hat mit Hilfe ihrer Berater seit dem Jahr 2001 rund 11 Millionen Menschen davon überzeugt, zu riestern. Die Vermittlerinnen und Vermittler haben rund 5 Millionen Menschen davon überzeugt, über eine Entgeltumwandlung eine betriebliche Altersvorsorge zu beginnen“, schreibt Schwark weiter.

Diesen Zusammenhang dürfe man nicht vergessen – zum Beispiel, wenn es um die Diskussion über Abschluss- und Vertriebskosten gehe.
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