Das Allianz-Gebäude am Treptower Park in Berlin: Jeder vierte Beitragseuro entfiel 2018 auf den Branchenprimus. © dpa
  • Von Juliana Demski
  • 27.09.2019 um 12:17
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Im Jahr 2018 wuchsen die Beitragseinnahmen der Lebensversicherer um 2,6 Prozent – trotz des schwierigen Zinsumfelds. Mit dem Bestand hingegen ging es weiter bergab. Das sind Ergebnisse aus der aktuellen Bilanzuntersuchung des Analysehauses Franke und Bornberg. Wie die Versicherer im Detail abschnitten, erfahren Sie hier.

Neue Erfolge im Neugeschäft

Grund zur Freude gibt es im Neugeschäft der Branche: Zum ersten Mal seit 2014 lief es im vergangenen Jahr wieder erfolgreicher. Mit 5,10 Millionen verkauften Verträgen in der Hauptversicherung wurden 141.290 Policen mehr als im Vorjahr abgesetzt. Das entspricht einem Plus von 2,9 Prozent. Die laufenden Beitragseinnahmen lagen mit 3,38 Milliarden Euro 2,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Einmalbeitragsgeschäft legte um 8,1 Prozent auf 20,68 Milliarden Euro zu.

Die KLV hat mit 7,0 Prozent den geringsten Anteil am Neugeschäft nach eingelösten Versicherungsscheinen. 2018 wurden noch knapp 360.000 Verträge verkauft. Der Trend war dabei jedoch positiv. So wurden 14.000 Policen mehr als im Vorjahr abgesetzt (4,1 Prozent).

Das höchste Neugeschäft – mit 66.970 Verträgen – hatte 2018, wie in den Vorjahren, die Targo, gefolgt von der Ergo Direkt mit 50.500 Policen, Allianz und R+V mit 35.197 beziehungsweise 18.990 sowie Ideal mit 17.675 eingelösten Versicherungsscheinen. 

Und: Die Rentenversicherungen hatten im Jahr 2018 mit 21,2 Prozent und 1,08 Millionen eingelösten Verträgen zwar nicht den höchsten Neugeschäftsanteil. Im Vergleich wurden aber 33.405 Policen mehr als im Vorjahr verkauft. Der negative Trend von zuvor hat sich somit umgekehrt.

Die erfolgsreichsten Verkäufer kamen aus den Reihen der Allianz (274.866 Verträge), R+V (81.427 Verträge) und Debeka (58.747 Verträge). Die Allianz (24.226), Ideal (10.911), R+V (10.911) und Nürnberger (8.294) konnten dabei das Neugeschäft im Vergleich zum Vorjahr am erfolgreichsten umsetzen.

Die Risikolebensversicherung konnte als zweiterfolgreichste Sparte im Neugeschäft überzeugen: Der Neugeschäftsanteil betrug hier 23,0 Prozent (1.171.896 Verträge). Mit 231.720 verkauften Verträgen übernahm die Aachen Münchener knapp 20,2 Prozent des gesamten Neugeschäfts. Die Kollektivversicherungen hatten im Jahr 2018 mit 26,4 Prozent wiederum den höchsten Neugeschäftsanteil an allen Arten der Hauptversicherungen. Hier wurden mit 1.346.032 Policen fast 35.000 Verträge mehr als im Vorjahr verkauft.   

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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