Betrogen, abgetaucht, gefasst Versicherungsvermittler ergaunert 1,3 Millionen Euro

Die Zentrale der Ergo in Düsseldorf.
Die Zentrale der Ergo in Düsseldorf. © dpa/picture alliance

Ein Vermittler der Ergo soll den Versicherer und seine Kunden über Jahre betrogen haben. 1,3 Millionen Euro Schaden sind so entstanden. Nun wird der Fall vor Gericht verhandelt.

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Falk E. war über viele Jahre Chef einer Versicherungsagentur der Ergo in Dresden. In der Zeit zwischen Mai 2008 und Oktober 2012 nutzte er diesen Posten schamlos aus. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Betrug in fast 250 Fällen vor, berichtet die Sächsische Zeitung.

Durch Kapitalanlagen, die es nicht gab, soll er rund 400.000 Euro eingenommen haben. Durch Provisionen für Rentenversicherungen, die ebenfalls nicht existierten, nochmal fast 407.000 Euro. Außerdem reichte er bei der Ergo falsche Unterlagen ein und buchte lange Zeit heimlich von Kundenkonten per Lastschrift ab. Außerdem kündigte er Verträge einzig und allein, um die Rückzahlungen dann auf sein privates Konto weiterzuleiten.



Weitere Schulden machte er, weil er einen Porsche und ein teures Fitnessgerät im Wert von 11.000 Euro nicht bezahlte.

Im Jahre 2012 tauchte der Mann ab und wurde erst Im Februar dieses Jahres in der Dominikanischen Republik gestellt. Kurz darauf folgte eine Überlieferung nach Sachsen, und jetzt am 9. August, nach einem halben Jahr Untersuchungshaft, hat der gerichtliche Prozess begonnen.

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Die Verteidiger von Falk E. kündigten an, der Angeklagte wolle ein komplettes Geständnis ablegen. Die Schäden seien aber deutlich niedriger, als von der Staatsanwaltschaft angegeben. Der Mann muss trotz Geständnis mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen, wenn er verknackt wird.
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