Betriebliches Gesundheitsmanagement Türöffner für Makler ins Firmengeschäft

Yoga-Enthusiasten in China üben eine Drehhaltung: Yogakurse werden auch im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements eingesetzt, um Mitarbeiter fit zu halten.
Yoga-Enthusiasten in China üben eine Drehhaltung: Yogakurse werden auch im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements eingesetzt, um Mitarbeiter fit zu halten. © Getty Images

Durch ein betriebliches Gesundheitsmanagement steigern Arbeitgeber die Loyalität ihrer Mitarbeiter und sparen durch weniger krankheitsbedingte Ausfälle bares Geld. Makler wiederum können sich auf diese Weise den Zugang zu Unternehmen sichern. Welche Aktionen sinnvoll sind.

14.07.2016 07:27  Drucken
Es ist ein neuer Spitzenwert, den die Krankenkasse DAK Gesundheit zu vermelden hat. Im vergangenen Jahr waren 50,4 Prozent ihrer Mitglieder mindestens einmal krankgeschrieben. Damit erreichte der allgemeine Krankenstand den höchsten Wert seit 16 Jahren. 2014 waren es noch 48,2 Prozent gewesen.



Laut der DAK-Zahlen ist vor allem seit dem Jahr 2006 ein steigender Trend beim Krankenstand zu erkennen. Die Zahl der Fehltage hat sich seitdem um 28 Prozent erhöht. Für Arbeitgeber sind das keine schönen Zahlen. Immer wenn ein Mitarbeiter ausfällt, bedeutet das mehr Arbeit für die Kollegen und Produktionseinbußen. Und das kostet die Unternehmen einiges – rund 3 Milliarden Euro pro Jahr, schätzen Experten.

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Immer mehr Firmen bieten daher ein betriebliches Gesundheitsmanagement, kurz BGM, an. Einzelne Antistress- oder Rückenkurse, Salatwochen in der Kantine oder ergonomische Arbeitsplätze kann man nicht dazuzählen. Erst wenn diese Instrumente systematisch angegangen, in ein betriebliches Konzept gegossen und immer wieder weiterentwickelt werden, handelt es sich um ein BGM.

Gerade größere Unternehmen haben oft ein betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt. So zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit, dass rund 60 Prozent der Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern ihren Angestellten entsprechende Maßnahmen anbieten. Bei den mittelgroßen Unternehmen mit 100 bis 250 Beschäftigten sind es nur noch 39 Prozent, bei einer Unternehmensgröße von unter 50 Mitarbeitern sogar nur 9 Prozent.

Oft ein Ressourcen-Problem

Woran eine Umsetzung oftmals scheitert, ist das Tagesgeschäft – es hat bei vielen Unternehmen den eindeutigen Vorrang. Eng damit verwoben ist auch die Knappheit an personellen Ressourcen – wer soll die zusätzlichen Aufgaben übernehmen, die mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement anfallen?

Kosten spielen bei diesen Überlegungen ebenfalls oft eine Rolle. Dabei bietet das BGM eine Reihe von Vorteilen. „Es hilft dabei, psychische und physische Belastungen am Arbeitsplatz zu senken, verbessert die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter, reduziert Arbeitsunfähigkeitstage und damit Krankheitskosten im Unternehmen“, sagt Hans-Joachim Kuchem, der das Thema BGM im Personalbereich der Zurich verantwortet.



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