Bestandsaufnahme Siemens-Betriebskrankenkasse fordert mehr Pflegepersonal

Die Siemens-Betriebskrankenkasse sieht viel Positives durch die Pflegereform. Jetzt ist die Politik gefordert, die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte zu verbessern.
Die Siemens-Betriebskrankenkasse sieht viel Positives durch die Pflegereform. Jetzt ist die Politik gefordert, die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte zu verbessern. © dpa/picture alliance

Seit rund einem Jahr ist das Pflegestärkungsgesetz in Kraft – und verbessert wie geplant auch den Zugang zu Pflegeleistungen. Damit ist es aber nicht getan, findet die Siemens-Betriebskrankenkasse. Jetzt müssten die Rahmenbedingungen noch so verbessert werden, dass Pflegebedürftige alle Leistungen auch tatsächlich in Anspruch nehmen könnten. Wo es noch hakt.

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Nachdem die Reformen in der Pflegeversicherung nach Einschätzung der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) erste Erfolge verzeichnen, und den Pflegebedürftigen schnelleren Zugang zu Leistungen ermöglichen, muss die Politik nun die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte verbessern.

„Leider gibt es vor allem auf dem Land zu wenige zertifizierte Dienstleister für Entlastungsleistungen, sodass Pflegebedürftige die hierfür vorgesehenen 125 Euro im Monat manchmal nur schwer nutzen können“, sagt Inga Ost, Fachexpertin für den Bereich Pflege bei der SBK. „Handlungsbedarf sehen wir nun in der Politik: Die finanzielle Unterstützung der Pflegekassen hilft nur dann, wenn eine adäquate Pflege durch ausreichend Fachkräfte oder durch Angehörige gewährleistet werden kann.“

Bei der SBK gab es im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr 10,4 Prozent mehr Pflegebedürftige. Außerdem stieg die Zahl der Erstanträge auf Einstufung in einen Pflegegrad um 12 Prozent gegenüber 2016. „Das liegt vor allem an den 2.500 neuen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 1, die unter den alten Regelungen keine Unterstützung von der Pflegekasse erhalten hätten“, so Ost.

2017 habe die SBK darüber hinaus für fast 50 Prozent mehr Pflegepersonen (48,4 Prozent) Rentenversicherungsbeiträge gezahlt als im Jahr davor. Denn die Kassen dürfen nun schon ab einem Zeitaufwand von 10 Stunden pro Woche Rentenversicherungsbeiträge für Pflegepersonen zahlen, anstatt 14 Stunden, die vor der Reform waren.

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