Jörg Arnold (li.), Chef von Swiss Life Deutschland, fordert gemeinsam mit Andreas Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Allianz Lebensversicherung, Veränderungen in der privaten Altersvorsorge. © Swiss Life
  • Von Manila Klafack
  • 26.05.2021 um 13:43
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Die Altersvorsorge der zweiten und dritten Schicht muss sich ändern, fordern die Chefs der Allianz Lebensversicherung und von Swiss Life Deutschland in einem Positionspapier. Politik und Versicherungswirtschaft seien gefragt, den Menschen flexiblere und sichere Angebote anzubieten.

Andreas Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Allianz Lebensversicherung, und Jörg Arnold, Chef von Swiss Life Deutschland, wünschen sich eine stärkere private und betriebliche Altersversorgung. Dafür richten sie in einem gemeinsamen Positionspapier einige Forderungen an Politik und Versicherer.

Es solle zusammen nach einer Lösung gesucht werden, um die Altersvorsorge breiter aufzustellen. Das sei mit Blick auf das Thema Nachhaltigkeit notwendig. Die deutsche Lebensversicherungswirtschaft könne und wolle ihren Beitrag dazu leisten. Aus Verantwortung für die nachfolgende Generation werde diese Herausforderung am besten gemeinsam bewältigt, so die beiden Versicherungschefs in dem gemeinsamen Artikel, der auf „Focus Online“ erschienen ist.

Dafür sei es vielversprechender, die zweite und dritte Säule der Altersvorsorge flexibler zu gestalten, als eine neue Pflicht einzuführen. Es müssten bei Renditechancen und Veränderungen bei den Garantien möglich sein.

„Es braucht Flexibilität und Sicherheit“

„Die Lebensversicherer haben in den letzten Jahren Rekordzuflüsse im Neugeschäft erhalten. Dies zeigt nicht nur das Vertrauen, sondern auch die Schwierigkeiten vieler Sparer, in Zeiten drohender Verwahrgelder einen sicheren Ort für ihre Ersparnisse zu finden“, sagt Andreas Wimmer. „Zugleich ist sicherzustellen, dass die Beitragsgarantie bei Riester und in Teilen der betrieblichen Altersversorgung die bestehenden Spielräume bei der Kapitalanlage nicht einschränkt und Renditechancen verhindert werden. Es braucht Flexibilität und Sicherheit gleichermaßen und beides ist möglich.“

„Pauschale Konzepte sind wenig erfolgversprechend“, ergänzt Jörg Arnold. „Das alleinige Setzen auf nur eine Anlageklasse, wie Aktien, lässt zahlreiche Möglichkeiten zur Diversifikation außer Acht, entspricht nicht dem Risikoappetit der Menschen und bagatellisiert potentielle Rückschlagrisiken am Aktienmarkt“, so Arnold. Altersvorsorge benötige eine kluge, auf langfristige Sparziele ausgerichtete Anlageaufteilung und effiziente Sicherungsmechanismen – und das sei die Kernkompetenz der Lebensversicherungen.

Der Beratung zu Finanzen, Vorsorge und Absicherung komme eine große Bedeutung zu. Die Menschen sähen zwar ein, dass die Vorsorge wichtig sei, hätten aber weder Zeit noch Wissen, hier selbst aktiv zu werden. Der Bedarf nach möglichst individuellen Konzepten, die der selbstbestimmten Lebensplanung und -wirklichkeit der Menschen entsprächen, sei hoch. Gerade bei jungen Menschen steige die Nachfrage für qualifizierte, persönliche Finanzberatung, auch in Sachen Nachhaltigkeit.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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