Laut Muster-Berechnungen von Verbraucherportal Inflation ohne Aktien kaum zu schlagen

Ein Händler auf dem Parkett der New Yorker Börse.
Ein Händler auf dem Parkett der New Yorker Börse. © dpa/picture alliance

Um die Inflation deutlich zu schlagen, kommen Anleger an Aktien kaum vorbei. Zu diesem Fazit kommt das Verbraucherportal Finanztip auf Basis von Rendite-Berechnungen für drei Musterprofile. Allerdings sollten Aktien-Sparer dabei sicherstellen, ihr Geld „mindestens 10, besser 15 Jahre entbehren“ zu können, so die Empfehlung von Finanztip.

11.04.2017 11:10  Drucken

Sparer, die 2001 Geld angelegt haben und bis 2016 dabeigeblieben sind, konnten die Inflation schlagen und ihr Geld erhalten, berichtet das Verbraucherportal Finanztip und beruft sich dabei auf eigene Rendite-Berechnungen für drei Musterprofile.

Hingegen drohe Sparern auf Giro- und Tagesgeldkonten ein Wertverlust durch Inflation, da hier keine oder nur sehr geringe Zinsen bezahlt würden. Besser fahren Anleger laut Finanztip, wenn sie ihr Erspartes gleichmäßig auf Fest- und Tagesgeldkonten verteilen: „Wer 2001 Geld angelegt hat und 15 Jahre dabeigeblieben ist, konnte mit dieser Strategie eine durchschnittliche jährliche Rendite von 0,57 Prozent nach Inflation erwirtschaften“, berichten die Finanzexperten. Im schlechtesten Fall lag die Rendite demnach bei 0,39 Prozent pro Jahr.

„Die Kombination aus Tages- und Festgeld lohnt sich vor allem für sehr sicherheitsbewusste Anleger, da das Ersparte durch die Einlagensicherung geschützt ist“, sagt Sara Zinnecker von Finanztip. Wer jedoch die Inflation deutlich schlagen wolle, komme heute „an Aktien kaum vorbei“.

Musterberechnungen zeigen: Renditeorientiertes Profil schlägt Ausgewogenheit

Finanztip stützt sich für diese Annahme auf Berechnungen für zwei weitere Musterportfolios: Im ausgewogenen Profil investiert der Sparer demnach 40 Prozent in Aktien (ETF auf den weltweiten Aktienindex MSCI World mit möglichst breiter Streuung), die restlichen 60 Prozent werden zu gleichen Teilen in Tages- und Festgeld investiert. Das zweite, renditeorientierte Profil legt den Angaben zufolge zu 80 Prozent in Aktien (ETF auf MSCI World) und 20 Prozent in Tagesgeld an.

Das Fazit von Finanztip lautet so: Je mehr Geld in den Aktienfonds investiert wurde, desto höher der Ertrag. Im Detail: Mit dem ausgewogenen Profil erreichte der Sparer durchschnittlich 1,28 Prozent Rendite pro Jahr nach Inflation. Beim renditeorientierten Profil stand hingegen im Durchschnitt nach 15 Jahren ein realer Wertzuwachs von jährlich 1,8 Prozent zu Buche.

Gleichwohl geht die höhere Rendite auch mit höheren Risiken einher. Daher gilt laut Finanztip: Wer in Aktien investiert, sollte unbedingt einen langfristigen Anlagehorizont mitbringen. „Anleger sollten ihr Geld mindestens 10, besser 15 Jahre entbehren können“, empfiehlt Expertin Zinnecker. „So lassen sich Verluste durch mögliche Krisen ausgleichen.“

Pfefferminzia HIGHNOON