Wladislaw Jachtchenko ist internationaler Speaker, Bestseller-Autor und Verkaufstrainer. © Pressefoto
  • Von Redaktion
  • 31.05.2021 um 12:24
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In Beratungsgesprächen kommen mitunter Folien zum Einsatz, um das Gesagte zu untermauern. Bei der Gestaltung dieser Folien in Powerpoint & Co. gilt es aber, einige Regeln zu beachten. Welche das sind, hat Vertriebstrainer Wladislaw Jachtchenko in seiner Kolumne zusammengefasst.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die meisten Menschen schrecklich langweilige Folien haben. Das Schlimmste natürlich ist, wenn Sie als Makler dem Kunden in einem Online-Meeting den Inhalt der Folie laut vorlesen. „Betreutes Lesen“ nennen wir Rhetoriktrainer diese weit verbreitete Angewohnheit.

Wenn Sie es richtig machen, dann sind Ihre Slides wie eine Orchesterbegleitung für den Solisten auf dem Klavier. Das Orchester begleitet den Pianisten, doch der Pianist steht im absoluten Vordergrund. Und natürlich doppelt das Orchester nicht die Melodie, sondern schafft ein vielschichtiges Klangmuster, in dem der Solist noch besser klingt. Mit drei einfachen Tricks bleiben Sie als Makler der Solist und nutzen Ihre Powerpoint richtig – und zwar als begleitendes Orchester.

Powerpoint-Regel Nr. 1: Einheitlichkeit ist Trumpf

Einem professionellen Orchester sollte es gelingen, die Solistin mit einer konsistenten Lautstärke zu begleiten. Auch ein professioneller Vortrag zeichnet sich durch seine Einheitlichkeit aus. Eine gute Grundlage bietet ein einheitliches Design. Dafür können Sie eine Vorlage wählen oder Ihr Design eigenhändig erstellen. Mit dem Folienmaster ist das ein Kinderspiel.

Sofern noch nicht durch Ihr Design vorgegeben, stellen Sie eine einheitliche Positionierung von Titel und Bildern sicher. Sie wollen Ihre Kunden nicht ablenken durch Bilder, die hin und her hüpfen oder ihre Größe verändern.

Zuletzt bleibt noch darauf zu achten, dass Sie ähnliche Bilder oder Cliparts verwenden. Entweder Zeichentrickfiguren oder inspirative Landschaftsfotografien – entscheiden Sie sich für einen einheitlichen Stil.

Powerpoint-Regel Nr. 2: Machen Sie’s aussagekräftig

Eine Orchesterbegleitung ergibt nur dann Sinn, wenn sie etwas anderes spielt, als die Solo-Stimme – und die Tonart muss passen. Stichwort betreutes Lesen: Wiederholen Sie bitte nicht alles, was Sie sagen, in Stichpunkten auf den Folien. Damit machen Sie sich selbst überflüssig.

Was soll stattdessen auf Ihre Folien? Schlagwörter und Schlüsselbegriffe. Komplexe Fachausdrücke oder Zahlen. Grafiken und Videos.

Seien Sie kreativ und bedenken Sie: Bilder und kurze Videos sind dafür da, eine Botschaft zu vermitteln – Ihre Botschaft! Versetzen Sie sich in die Position Ihres Kunden. Welche Wirkung hat Ihre Präsentation auf ihn? Versteht er die Botschaft? Wird er zum Nachdenken angeregt?

Powerpoint-Regel Nr. 3: Machen Sie’s übersichtlich

Ein Solist steht niemals hinter dem Orchester, sondern davor. Der Fokus soll bei Ihnen liegen. Die Folien sind die Hintergrundmusik und sollen nie vom Solisten ablenken! Damit das nicht passiert: Gestalten Sie Ihre Folien übersichtlich!

Mit zu viel Text oder zu vielen Farben wirken Ihre Slides schnell überladen. Damit erschlagen Sie Ihren Kunden. Orientieren Sie sich deshalb an folgenden Faustregeln:

  1. Höchstens 3 Stichpunkte pro Folie
  2. Höchstens 2 verschiedene Farben
  3. Höchstens 1 Schriftart und Schriftgröße (ausgenommen Überschriften)

Außerdem empfiehlt es sich, abschließend jede Folie noch einmal sorgfältig durchzugehen und sich die Frage zu stellen: Wird die zentrale Botschaft auf den ersten Blick sichtbar?

Über den Autoren

Wladislaw Jachtchenko ist internationaler Speaker, Spiegel-Bestseller-Autor („Weiße Rhetorik“, „Dunkle Rhetorik“, „5 Rollen einer Führungskraft“) und Verkaufstrainer. Sie wollen mehr Tipps für Präsentationen? Dann schauen Sie sich Wladislaw Jachtchenkos umfangreichen Video-Kurs „Präsentieren mit Powerpoint“ jetzt an.

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