Belegschaft sammelt 5.000 Unterschriften Ergo-Mitarbeiter protestieren mit Petition gegen Run-off-Pläne

Im Turm rumort es: Dass mehrere ausländische Konzerne großes Interesse an einer Übernahme von Ergo-Beständen bekunden, stößt bei vielen Mitarbeitern auf Unmut.
Im Turm rumort es: Dass mehrere ausländische Konzerne großes Interesse an einer Übernahme von Ergo-Beständen bekunden, stößt bei vielen Mitarbeitern auf Unmut. © Ergo

Rund 5.000 Unterschriften sind bereits zusammengekommen – die Online-Petition, die Mitarbeiter des Versicherungskonzern Ergo vor wenigen Wochen gestartet haben, stößt offenbar auf reges Interesse. Ziel der Aktion ist es, den möglichen Verkauf des Leben-Geschäfts abzuwenden. Warum es bei Ergo brodelt, erfahren Sie hier.

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Eigentlich sollte es eine erfreuliche Nachricht sein: Die Schar der Interessenten an den Leben-Bestände der Ergo Leben und Victoria Leben ist Medienberichten zufolge beachtlich. Doch wie das Handelsblatt am Donnerstag berichtet, hänge „der Haussegen“ in Düsseldorf gehörig schief. Demnach zieht das Ergo-Management massive Kritik der Konzern-Gewerkschafter auf sich.

Die Stimmung vor einer am Donnerstag einberufenen Betriebsräteversammlung sei jedenfalls angespannt, berichtet die Zeitung. Grund hierfür sei die von Ergo-Chef Markus Rieß erwogene Veräußerung von bis zu sechs Millionen Policen. Die Transaktion habe das Potenzial zur „Kraftprobe“ für Rieß zu werden, heißt es.

Denn bei großen Teilen der Ergo-Belegschaft schüre „der Schritt, der seinesgleichen sucht“ (Handelsblatt) ein Gefühl des Unmuts. Ausdruck dessen ist eine vor wenigen Wochen von Ergo-Mitarbeitern gestartete Online-Petition, der sich dem Zeitungsbericht zufolge bereits rund 5.000 Beschäftigte angeschlossen haben sollen.

Es erscheint aber überaus fraglich, dass der Protest der Mitarbeiter den Verlauf der Dinge entscheidend beeinflussen können. Die Frist für die Abgabe unverbindlicher Gebote sei Ende der vergangenen Woche abgelaufen, sagte eine Ergo-Sprecherin am Dienstag. Das Unternehmen prüfe die Offerten nun. „Wir werden aber nicht vor Ende November entscheiden, ob wir in vertiefte Gespräche über einen Verkauf gehen oder nicht", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters die Konzern-Sprecherin.

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