Beispiel Berlin Hohe Hauspreise bedrohen Absicherung im Alter

Altbauten und ein Haus mit bunten Fenstern stehen in der Zossener Straße in Berlin-Kreuzberg. Die Hauptstadt beherbergt einen der dynamischsten Immobilienmärkte Deutschlands.
Altbauten und ein Haus mit bunten Fenstern stehen in der Zossener Straße in Berlin-Kreuzberg. Die Hauptstadt beherbergt einen der dynamischsten Immobilienmärkte Deutschlands. © picture alliance/dpa

Der Kauf eines Eigenheims gilt traditionell als wichtiger Baustein für die Altersversorgung – doch dieser Baustein droht ins Wanken zu geraten, wenn Immobilien unbezahlbar werden. Besonders betroffen seien Menschen in Großstädten und Umgebung, da dort die Immobilienpreise rasanter steigen, warnt der Maklerdienstleister Hausgold – und verweist speziell auf Berlin.

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Wenn der Kauf einer Immobilie durch zu hohe Preise nicht mehr möglich sei, sehe er „diese Absicherung im Alter in Gefahr“, sagt Sebastian Wagner, Chef und Gründer des Maklerdienstleisters Hausgold. Menschen im Ruhestand müssten dann eine hohe Miete in Kauf nehmen oder – wenn die Immobilie vor Renteneintritt noch nicht abbezahlt ist – eine verlängerte Kreditlaufzeit. „Die vielgenannte Altersarmut könnte ohne Anlagealternativen spätestens dann zur Realität werden, so Wagner

Eine Großstadt, die durch immer steigende Immobilienpreise künftige Altersarmut begünstige, sei Berlin. Laut dem aktuellen Immobilienpreisreport von Hausgold werden Häuser in Berlin immer teurer: Noch im Jahr 2017 zahlte man für ein Haus in der Hauptstadt durchschnittlich 654.702 Euro. Schon ein Jahr später, 2018, stieg der durchschnittliche Preis für ein Haus in Berlin auf 790.348 Euro. „Das ist ein Preisanstieg von 20,72 Prozent“, rechnen die Studienautoren vor – und die Preisspirale dreht sich weiter.

Im ersten Quartal 2019 sind die Hauspreise demnach erneut erheblich gestiegen. Der Preis, der im ersten Quartal 2019 für ein Haus in Berlin bezahlt wurde, betrug im Schnitt 914.028 Euro. Das ist ein Preisanstieg von 15,65 Prozent zum Vorjahr.

Wohnraum in Berlin „bald unbezahlbar“

Sollten die Preise weiterhin so rasant ansteigen, werde Wohnraum in Berlin „bald unbezahlbar“, merken die Autoren an. „Nimmt man einen jährlichen Preisanstieg von 15 Prozent als Referenzwert, wird ein Haus in Berlin im nächsten Jahr im Schnitt circa 1.051.132 Euro kosten“, rechnet man bei Hausgold vor. Gehe die Preisspirale so weiter, werde ein Haus in Berlin im Jahr 2025 „vermutlich im Schnitt circa 2.114.202 Euro kosten“, heißt es.

Doch nicht nur Käufer, sondern auch Mieter seien von hohen Kaufpreisen betroffen, so Hausgold. Wechselt beispielsweise ein Mehrfamilienhaus für einen hohen Kaufpreis seinen Besitzer, werden die Mieten angehoben, um die Mehrkosten des Käufers decken zu können – zum Leidwesen der Mieter.

Pfefferminzia-Zukunftstag 2019

Durchblick – der zweite Zukunftstag für Versicherungsprofis fand dieses Mal am 21. Mai in Köln statt. Hoch über den Dächern der Rhein-Metropole tauschten sich rund 100 Teilnehmer mit namhaften Referenten und Ausstellern über Zukunftsthemen in der Assekuranz aus. Verschaffen Sie sich hier einen Eindruck von der Veranstaltung.

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