Bei Unfällen, Kratzern & Co. So sind Carsharing-Nutzer abgesichert

Carsharing-Wagen der Deutsche-Bahn-Tochter Flinkster.
Carsharing-Wagen der Deutsche-Bahn-Tochter Flinkster. © Getty Images

Immer mehr Menschen nutzen Carsharing-Angebote, etwa von Car2Go oder DriveNow. Aber wie ist das eigentlich, wenn man mit einem dieser Wagen mal einen Unfall baut? Oder beim Ausparken einen Kratzer reinfährt? Hier gibt es die Antworten.

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Kunden der großen kommerziellen Anbieter müssen im Ernstfall mit einer Selbstbeteiligung rechnen, berichtet der Versicherungsverband GDV. Je nach Anbieter liegt dieser zwischen 500 und 1.500 Euro.

Dieser Betrag lässt sich aber drücken, wenn man auf die verschiedenen Schutzpakete der Anbieter zurückgreift. Bei DriveNow zum Beispiel können Autofahrer vor jeder Fahrt einen zusätzlichen Euro investieren, um die Selbstbeteiligung von 750 Euro auf 350 Euro zu senken. Das nutzen aber nur 20 Prozent der Leute. Ein generelles Problem, „Das Risikobewusstsein ist – vielleicht aufgrund der kurzen Mietzeiten – nicht sehr hoch“, so Viktor Alexanders, Versicherungsexperte bei Car2Go, gegenüber dem GDV.

Wer einen der Carsharing-Wagen nutzt, sollte vor der Fahrt einmal ums Auto gehen und es auf Schäden kontrollieren. Ist einer zu sehen, lässt sich das ganz einfach melden. „Um einen Schaden zu melden, können Kunden direkt aus dem Auto heraus bei uns im Call-Center anrufen“, sagt DriveNow-Chef Nico Gabriel. Mit nur einem Klick im Fahrzeugdisplay stehe die Verbindung.

Auch wenn das Auto beim Fahren beschädigt wird, heißt es: Bescheid sagen, sonst gibt es Nachfragen. „Wir können genau sagen, wer wann in welchem Auto gesessen hat“, sagt Gabriel. „Dabei setzen wir auch auf Foto-Gutachten, mit denen sich schnell feststellen lässt, ob der Schaden beim Einparken passierte oder dem parkenden Auto jemand reingefahren ist.“
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