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Bei Ausgaben auf Rang 3 OECD lobt Deutschlands Gesundheitssystem

Eine Pflegerin und eine Krankenschwester beziehen ein Bett neu: Das Gesundheitssystem hierzulande schneidet im internationalen Vergleich gut ab.
Eine Pflegerin und eine Krankenschwester beziehen ein Bett neu: Das Gesundheitssystem hierzulande schneidet im internationalen Vergleich gut ab. © dpa/picture alliance

Das deutsche Gesundheitssystem hat von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) viel Lob erhalten. Guter Service, geringe Wartezeiten und hohe Ausgaben für Gesundheit, heißt es in einem aktuellen OECD-Bericht. Darin haben die Experten aber auch einige Punkte zu bemängeln.

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In Deutschland hat man ein Anrecht auf medizinische Versorgung. Und laut einem aktuellen Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) kann unser Gesundheitssystem auch im internationalen Vergleich gut mithalten.

So landet Deutschland auf dem dritten Platz, wenn es um die Gesundheitsausgaben geht – hier fließen 11,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) in die Medizin und Versorgung Kranker. Allein die gesetzliche Krankenversicherung gibt jährlich 230 Milliarden Euro aus, wie die Wirtschaftswoche berichtet.

Mehr als Deutschland geben nur die Schweiz (12,4 Prozent) und die USA (17,2 Prozent) aus, wie die Organisation herausgefunden hat. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 9,0 Prozent vom BIP.

Aber: Die Schweizer und Amerikaner müssen dafür auch deutlich mehr zahlen. In den USA gibt jeder Amerikaner fast 10.000 Dollar für Krankenhausaufenthalte, Arztbesuche, Medikamente oder Pflege aus. Und auch der Service sei in Deutschland besser als in den meisten anderen Ländern. So hätten Patienten relativ geringe Wartezeiten. Und auch die Wahlmöglichkeiten, etwa des Arztes, seien viel besser als anderswo, so die OECD-Studie.

Die Experten hatten aber auch einiges zu bemängeln:

So habe Deutschland eine recht hohe Krankenhaus- und Bettendichte. Das Problem: Es gibt laut Bericht keine optimale Verteilung. Denn während die Menschen in Ballungsräumen auch viel Gebrauch von medizinischen Einrichtungen machten, seien Bundesbürger auf dem Land noch zögerlicher.

Lebenserwartung steigt

Weitere Erkenntnisse der Studienmacher: In den OECD-Ländern ist die Lebenserwartung in den vergangenen 50 Jahren um zehn auf 80,6 Jahre gestiegen. Deutschland befindet sich im Mittelfeld.

Trotzdem sind gerade die Deutschen laut Bericht von den Gesundheitsrisiken (Rauchen, Trinken, zu viel Essen) betroffen. So liegt der Wert der Raucher noch immer bei 20,9 Prozent. Auch trinkt jeder Bundesbürger unterm Strich 11 Liter reinen Alkohol im Jahr. Der Länderdurchschnitt liegt bei 9. Der Anteil der fettleibigen Menschen liegt hierzulande mit 23,6 Prozent leicht über dem OECD-Durschnitt von 23,6 Prozent.

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