Die Bedrohung durch Cyber-Kriminelle steigt auch im Finanzdienstleistungssektor. © picture alliance/Richard Brunel/MAXPPP/dpa
  • Von Achim Nixdorf
  • 05.11.2020 um 15:30
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 01:05 Min

Alarmierende Entwicklung: 65 Prozent der großen Finanzdienstleister standen in den vergangenen zwölf Monaten im Fokus eines Cyber-Angriffs. Das geht aus einer neuen Studie des Data Security-Anbieters Help Systems hervor. Die Corona-Krise verschärft die Lage noch.

Der Finanzdienstleistungssektor steht vor großen Herausforderungen im Bereich der Cyber-Sicherheit. 65 Prozent sahen sich demnach in den vergangenen zwölf Monaten einem Cyber-Angriff ausgesetzt. Das ergab eine Umfrage des Technologieforschungsunternehmens Vanson Bourne im Auftrag des Data-Security-Anbieters Help Systems. Befragt wurden 250 Sicherheits- und IT-Experten globaler Unternehmen.

Sicherheitslücke Homeoffice

Die Untersuchung „Cybersecurity Challenges in Financial Services“ beschäftigt sich auch mit den Auswirkungen, die die Corona-Krise auf die Cyber-Sicherheit hat. 45 Prozent der Befragten berichteten von einem Anstieg von Cyber-Angriffen seit dem ersten Auftreten der Pandemie. Ein Grund: Die Verlagerung der Arbeit in die eigenen vier Wände. Die Absicherung der Mitarbeiter, die im Homeoffice tätig sind, ist daher für 42 Prozent der Firmen zu einem Hauptanliegen geworden.

Fast alle Finanz-Unternehmen (92 Prozent) haben vor diesem Hintergrund ihre Investitionen in Cyber-Sicherheit erhöht, 26 Prozent davon deutlich. Das betrifft vor allem die Bereiche sichere Datei-Übertragung (64 Prozent), Absicherung von Homeoffice-Arbeitsplätzen (63 Prozent) und Cloud/Office365 (56 Prozent). Großes Schadenpotenzial sehen die Befragten auch im Lieferketten-Management.

„Es gibt keine Wunderwaffe“

„Die Cyber-Sicherheit stellt für den Finanzdienstleistungssektor eine große Herausforderung dar, da sich viele Verantwortliche auf den Kampf gegen alltägliche Bedrohungen konzentrieren und gleichzeitig versuchen, umfassendere strategische Ziele zu erreichen“, sagt Kate Bolseth, Geschäftsführerin von Help Systems. „Technologie ist natürlich ein wichtiger Teil der Cyber-Sicherheit. Aber von ebenso großer Bedeutung ist die Sicherstellung der richtigen Prozesse und die Ausbildung und Schulung der Mitarbeiter. Es gibt keine Wunderwaffe, sondern nur eine ständige Weiterentwicklung angesichts der sich verändernden Bedrohungslandschaft.“

Der Help-Systems-Bericht kann hier heruntergeladen werden.

autorAutor
Achim

Achim Nixdorf

Achim Nixdorf ist seit April 2019 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!