Bauspar-Altverträge Wie die Debeka teure Altverträge loswerden will

Die Hauptverwaltung der Debeka in Koblenz.
Die Hauptverwaltung der Debeka in Koblenz. © Debeka

Die Debeka will Presseberichten zufolge teure Bauspar-Altverträge loswerden. Deshalb hält sie wohl ihre Vertriebler an, Kunden zu überzeugen, auf Nachranganleihen der Debeka-Leben umzusteigen. 4 Prozent Zinsen soll es dafür geben, allerdings mit einer festen Laufzeit von zwölf Jahren.

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Ein Debeka-Insider hat nun gegenüber dem Versicherungsboten berichtet, dass seine Kunden von „jungen, unerfahren wirkenden Außendienstlern persönlich aufgesucht wurden“. Sie sollten ihre Bausparguthaben mit einer Garantieverzinsung von 3 Prozent und Nachverzinsungsgarantien von 4,5 Prozent in Nachranganleihen umtauschen. Dabei sollen die Vertreter „wohl massiv unbeholfen bei Produktrückfragen“ gewirkt haben. Besonders zur Frage der langen Laufzeit hätte es falsche Informationen gegeben. Zudem hätten die Vertreter teilweise weniger als zwei Jahre Berufserfahrung gehabt.

Ob der Kunde einen Bedarf für den Vertragswechsel hat oder nicht, scheint der Debeka egal zu sein, schreibt der Versicherungsbote weiter. Die Formulierungen in der Beratungsdokumentation seien für den Kunden entsprechend nachteilig.

Erfahrene Debeka-Vermittler, die sich besser mit Anleihen auskennen, aber die Erwartungen des Arbeitgebers erfüllen wollen, würden nun versuchen, die Nachranganleihen nur neuen oder vermögenden Kunden zu verkaufen. Alten Kunden wollten sie ihre gut verzinsten Verträge nicht nehmen.
Pfefferminzia HIGHNOON