Barmenia Wahlempfehlung an die Kundschaft

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Bloß nicht SPD und Grüne wählen: Die Barmenia Krankenversicherung warnt ihre Kunden dringend davor. Dafür hat sie einen Rundbrief an alle Versicherten geschickt. Absender: der Vorstand persönlich.

Nach den Programmen der gebrandmarkten Parteien werde es eine Einheitsversicherung geben. Das bewährte System aus GKV und PKV „zerschlagen“. Die PKV werde es dann „in absehbarer Zeit nicht mehr geben“.

Der Brandbrief verweist auf unhaltbare Zustände im Einheitssystem Großbritanniens, Spaniens, der Niederlande und Schwedens: Zu den unerwünschten Folgen zählten beispielsweise längere Wartezeiten für Operationen. Und der Ausschluss und die Rationierung von medizinischen Leistungen oder Einschränkungen in der Therapiefreiheit. „Wollen Sie das?“, heißt es dann wörtlich.

Das Schreiben schließt mit einer direkten Wahlempfehlung: „Wir setzen uns für den Erhalt unseres bewährten Gesundheitssystems ein. Bitte unterstützen Sie uns dabei.“ Zwar hatten PKV-Anbieter schon in der Vergangenheit gefällige Umfragen veröffentlicht. Danach graust es die Deutschen vor der Bürgerversicherung. So unverhohlen wie der neue Barmenia-Chef Andreas Eurich hat sich aber noch niemand aus den Deckung gewagt.

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