Frank Grund ist Exekutivdirektor Versicherungen bei der Finanzaufsichtsbehörde Bafin. © Ute Grabowsky/photothek.net/BaFin/dpa
  • Von Redaktion
  • 29.10.2019 um 12:10, aktualisiert am 29.10.2019 um 11:10
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Aufgrund der Herausforderungen, die sich durch die anhaltende Niedrigzinsphase für die Lebensversicherer und Pensionskassen ergeben, will die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) diese stärker kontrollieren. Das kündigte der Aufsichtschef für Versicherungen, Frank Grund, im Rahmen der Bafin-Jahreskonferenz an.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) will ihre Kontrolle bei Lebensversicherern und Pensionskassen verstärken. „Wir sind dem Schutz der Versicherungsnehmer und Versorgungsberechtigten verpflichtet“, sagte Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund in seiner Eröffnungsrede der Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht. Es sei ein Auftrag, „auf die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Unternehmen zu achten“.

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Die Niedrigzinsphase fordere die Versicherer besonders heraus. Vor diesem Hintergrund ermutigt Grund die Unternehmen, „nicht zu lamentieren, sondern die Realität zu akzeptieren und sich auf die aktuelle Zinssituation bestmöglich einzustellen“. Viele Lebensversicherer hätten dies bereits getan. Sie hätten ihre Kosten gesenkt, ihre Eigenmittel gestärkt oder die Überschussbeteiligung reduziert.

Auch im aktuellen Solvency-II-Review stehen unter anderem die Kapitalanforderungen an die Lebensversicherer auf dem Prüfstand. Laut Grund sei dabei wichtig, einerseits die Risiken durch neue Regeln ökonomisch richtig abzubilden. Andererseits dürften sie keine zu große Belastung für die Unternehmen darstellen. Darüber hinaus sei ihm „wichtig, dass der Review risikoarme Versicherer bei den quantitativen Meldepflichten entlastet und dass qualitative Berichte noch adressatengerechter werden“.

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