Assekuradeur für Kfz-Policen Amazon sympathisiert mit britischem Versicherungsmarkt

Der Internet-Konzern Amazon plant, seine Präsenz als Versicherungsvermittler in Großbritannien auszubauen.
Der Internet-Konzern Amazon plant, seine Präsenz als Versicherungsvermittler in Großbritannien auszubauen. © dpa/picture alliance

Die Versicherungsbranche könnte sich schon bald einem neuen großen Wettbewerber gegenübersehen. Medienberichten zufolge plant der US-Internetriese Amazon den Einstieg in den britischen Kfz-Versicherungsmarkt - zunächst als Assekuradeur.

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Offenbar will der US-amerikanische Online-Händler Amazon zunächst in Großbritannien seine Aktivitäten im Versicherungsmarkt ausbauen. Medienberichten zufolge hat das Unternehmen mit Gesellschaften verhandelt, um demnächst Versicherungen fürs Auto anzubieten. Derzeit beschränkt sich das Versicherungsangebot auf Amazon Protect, mit dem sich Garantien für Elektroprodukte verlängern lassen.

Laut britischer Presse will Amazon dabei künftig als Versicherungsvermittler auftreten, indem der Datengigant über seine Plattform Kfz-Policen verkauft und pro Vertrag eine Provision von den Partnergesellschaften erhält.

Sollten die Aktivitäten in einem Großangriff des Online-Konzerns auf den europäischen Versicherungsmarkt münden, könnten den etablierten Versicherer Kundenverluste drohen. Denn wie die aktuelle Studie „World-Insurance-Report 2018“ der Beratungsgesellschaft Capgemini zeigt, können sich 30 Prozent der Verbraucher weltweit vorstellen, bei einem der großen Techfirmen Google, Amazon und Facebook, Versicherungen abzuschließen.

Bei Capgemini geht man dann auch davon aus, dass nicht nur Amazon, sondern auch Google und Facebook in den Markt eintreten werden.

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