Rund 10 Millionen Menschen weltweit spielen das Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go. Für den Fintech-Anbieter Knip die perfekte Zielgruppe für eine originelle Versicherungs-Police. Der Berliner Start-Up stellte am Dienstag die weltweit erste Pokémon-Versicherung vor.

Die Pokémon-Police, die Knip im Auftrag von Barmenia vertreibt, kommt für Unfallschäden auf und deckt typische Pokémon-Risiken - also Unfälle durch Unachtsamkeit - ab. Sie zahlt bei Invalidität des Versicherten 30.000 Euro, bei dessen Tod 10.000 Euro und ist für Neukunden noch bis Mitte August kostenlos.



Ein tolles Angebot? Nicht für Versicherungsmakler Sven Hennig. In seinem Blog nennt der Versicherungsexperte fünf Gründe, warum die Police nichts taugt und einer herkömmlichen Unfallversicherung deutlich unterlegen ist.

1. Um in den Genuss der kostenlosen Versicherung zu kommen, müssen die Neukunden sich die App laden und damit Knip Kunde werden. Sie müssen ein Maklermandat bei Knip unterschreiben und damit ihren bisherigen Berater oder Vertreter rauswerfen. Damit werden ihre Verträge durch Knip betreut. Mindestens eine Police muss in der App enthalten sein und von Knip verwaltet werden, also in den Bestand von Knip übergehen.

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Auf der anderen Seite stehen 35 Euro, die die Kunden durch den kostenlosen Vertrag sparen können. Ist die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem bisherigen Berater den Kunden nicht mehr wert? fragt Hennig. Welche Folgen es außerdem für den Kunden hat, den bisherigen Berater vor die Tür zu setzen, erläutert er in einem gesonderten Blog.

2. Doch nehmen wir mal an, der Kunde will tatsächlich wechseln. Dann sollte er sich besser bei der Knip-Konkurrenz umschauen, rät Hennig. Den die bietet für den Wechsel mehr. „Für eine Kundenempfehlung bei Clark gab es einige Zeit lang bis zu 150 Euro Prämie für den Werber. Anders gesagt, es gab 4 solcher Unfallversicherungen a 35 Euro Jahresbeitrag“, schreibt der Versicherungsmakler.