Mit dem Sparen kann man nicht früh genug anfangen. © picture alliance / dpa Themendienst | Silvia Marks
  • Von Achim Nixdorf
  • 15.10.2020 um 17:10
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Der Spareifer der Deutschen bleibt trotz Corona-Krise ungebrochen. Die meisten wollen so weitermachen wie bisher, viele möchten beim Sparen sogar noch zulegen. Das ist das zentrale Ergebnis des aktuellen Anlegerbarometers von Union Investment. Es gibt aber noch weitere wichtige Trends.

Deutschlands Sparer lassen sich von der Corona-Krise nicht beunruhigen. Im Gegenteil: 76 Prozent der Befragten geben an, an ihrem Sparverhalten nichts ändern zu wollen. 17 Prozent wollen sogar mehr Geld zur Seite legen. Das sind 7 Prozentpunkte mehr als noch im Vorquartal, so ein Ergebnis des aktuellen Anlegerbarometers von Union Investment. Seit Anfang 2001 ermittelt das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Fondsgesellschaft quartalsweise das Anlegerverhalten der Deutschen. Befragt werden 500 Personen in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen.

Bei ihrer Geldanlage ist es den deutschen Sparern am wichtigsten, mindestens den eingezahlten Betrag zurückzubekommen und jederzeit über ihr Geld verfügen zu können. Dabei hat laut Anlegerbarometer gerade der letzte Punkt in der Corona-Krise mit 32 Prozent Zustimmung deutlich an Relevanz gewonnen. Vor der Krise waren es 11 Prozentpunkte weniger. Gleichzeitig seien Renditeaspekte in den Hintergrund getreten. Nur für 21 Prozent der Befragten ist laut Umfrage entscheidend, mit der eigenen Geldanlage eine hohe Rendite zu erzielen. Zu Beginn des Jahres waren es noch 32 Prozent. „Investmentfonds bieten die Möglichkeit, an den Entwicklungen der Kapitalmärkte teilzuhaben und sind gleichzeitig jederzeit verfügbar. Insofern passt diese Form der Geldanlage zu dem, was sich Sparerinnen und Sparer wünschen“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment.

Die meisten Anlegerinnen und Anleger wissen nämlich, dass sie etwa mit dem Sparbuch nichts mehr gewinnen können. 68 Prozent der Befragten sagen, dass der Zinssatz für ein Sparbuch unter 0,5 Prozent liegt. Wie im Vorquartal, geht kaum jemand von vier Prozent oder mehr aus. „Diese Ergebnisse zeigen, dass den Sparerinnen und Sparern die Zinssituation sehr deutlich bewusst ist. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich mittlerweile knapp die Hälfte unserer Umfrageteilnehmer vorstellen kann, auch chancenreichere Anlageformen wie Aktien oder Aktienfonds zu nutzen“, so Gay weiter.

Anleger rechnen mit steigenden Preisen

Was die Umfrage auch zeigt: Knapp zwei Drittel (63 Prozent) der deutschen Sparer rechnet für die Zukunft mit steigenden Preisen. Ausschlaggebend für diese Einschätzung ist für die meisten der Einkauf im Supermarkt. „Für 82 Prozent ist das, was an der Kasse bezahlt wird, der entscheidende Eindruck bei ihrer Beurteilung der Preisentwicklung“, heißt es hierzu in einer Mitteilung von Union Investment. Eine Rolle bei der Urteilsbildung spielten aber auch die Entwicklung der Immobilienpreise, die Höhe der Mieten und die Berichterstattung in den Medien.

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Achim Nixdorf

Achim Nixdorf ist seit April 2019 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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