Gerhard Schick (Bündnis 90/Die Grünen) sagt, Anlageberatung soll "sich immer allein am Interesse des Kunden orientieren". © dpa/picture alliance
  • Von Manila Klafack
  • 13.06.2018 um 11:28
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Eine Produktempfehlung im sensiblen Bereich der Anlageberatung darf nicht von Provisionen abhängig sein. Dieser Meinung ist Gerhard Schick, Bündnis 90/Die Grünen. Er stellte jüngst eine Anfrage an das Finanzministerium, wie viele Honorarberater es derzeit in Deutschland gebe. Das Ergebnis ist eher mau.

In Deutschland gibt es kaum Finanzberatung gegen Honorar. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage von Gerhard Schick, Bündnis 90/Die Grünen, hervor. Anfang April sollen danach 179 Honorar-Finanzanlageberater zugelassen gewesen sein. Plus 19 Wertpapierdienstleister, die Berater auf Honorarbasis beschäftigen. Das berichtet Der Newsticker unter Berufung auf Zeitungsberichte des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

„Mehr als zehn Jahre nachdem den Menschen ohne ausreichende Beratung Lehman-Zertifikate verkauft wurden, ist die Beratungsqualität noch immer nicht da, wo sie sein müsste“, resümiert Grünen-Experte Schick gegenüber dem RND.

„Die Beratung muss zu einer Dienstleistung werden, wie wir sie beispielsweise im Anwaltswesen haben. Die Produktempfehlungen in einem so sensiblen und wichtigen Bereich, wie es die Anlageberatung ist, sollte nicht länger von der Höhe der Provisionen und somit den Interessen der Produktanbieter beeinflusst werden können, sondern sich immer allein am Interesse des Kunden orientieren.“

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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