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Analyse zum Sozialpartnermodell Garantieverzicht ermöglicht höhere Betriebsrente

Debeka-Vorstand Normann Pankratz verbindet den Verzicht auf Garantien in der betrieblichen Altersversorgung mit viel mehr Freiheiten.
Debeka-Vorstand Normann Pankratz verbindet den Verzicht auf Garantien in der betrieblichen Altersversorgung mit viel mehr Freiheiten. © Rentenwerk

Garantien in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) sind nicht mehr zwingend vorgeschrieben – und das ist gut für die Beschäftigten, denn sie können auf höhere Renten hoffen. Das zeigt zumindest eine Analyse des bAV-Konsortiums Rentenwerk. Demnach kann sich die Rentenleistung bei einem 25-Jährigen von bisher garantierten 170 Euro auf bis zu 765 Euro erhöhen.

| , aktualisiert am 12.02.2019 09:06  Drucken

Ein 25-jähriger Sparer, der monatlich 100 Euro einzahlt, bekommt im klassischen Modell der betrieblichen Altersversorgung eine bisher garantierte Rente von 170 Euro im Monat heraus. Im neuen Modell hingegen sind es bis zu 765 Euro oder mit einem stark auf Sicherheit ausgerichteten Anlage-Mix 421 Euro. Das zeigt eine Analyse des Rentenwerks, einem Konsortium der Lebensversicherer Barmenia, Debeka, Gothaer, Huk-Coburg und Stuttgarter.

Ein 35-Jähriger könnte demnach statt 130 Euro künftig zwischen 259 und 416 Euro erreichen, je nach gewähltem Risikoprofil, teilt das Rentenwerk mit. Grund für diese viel höherer Renten sei der Verzicht auf Garantien, der risikoreichere Anlagen in Aktien ermögliche.

Ängste wegen fehlender Garantien seien unbegründet

„Der Verzicht auf Garantien ist kein Nachteil“, sagt Debeka-Vorstand Normann Pankratz, sondern biete vielmehr die Freiheiten, die eine moderne Altersversorgung brauche. Ängste vor dem Garantieverzicht hält Pankratz für unbegründet. „Zwar schwanken Märkte zwischenzeitlich – angesichts der oft jahrzehntelangen, kollektiven Geldanlagen spielt das erwartungsgemäß aber kaum eine Rolle“, so Pankratz. Herkömmliche Anlagen glichen dagegen kaum mehr die Inflation aus.

Allerdings können interessierte Arbeitnehmer diese neue Form der Altersvorsorge, die durch die Einführung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) möglich wird, noch nicht nutzen. Dafür braucht es zuvor eine Einigung der Sozialpartner. Und die steht noch aus.

„Wir hoffen, dass die Reform in diesem Jahr in der Praxis ankommt“, so Pankratz. Die Zeit dränge. Angesichts der weiterhin niedrigen Zinsen drohe vielen Menschen im Alter „ein böses Erwachen“.

Das Rentenwerk bietet unterschiedliche Sicherheits-Niveaus, bei denen die Tarifparteien zwischen chancenreichen und konservativen Profilen wählen können. Zudem lässt sich Riester-Förderung in das Angebot des Konsortiums integrieren.

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