Im vergangenen Jahr hat das Analysehaus Franke und Bornberg zum ersten Mal private Rechtsschutzversicherungen unter die die Lupe genommen. Nun liegt das Folgerating für diese Sparte auf dem Tisch.

Die Zahl der untersuchten Tarife stieg von 141 auf 256 Stück. Im Blickpunkt stand dabei die Absicherung für die Lebensbereiche Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen. Auf 78 Kriterien haben die Analysten die Tarife abgeklopft.

„Die Leistungsdichte hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Einige Anbieter schafften dank kundenfreundlicher Verbesserungen jetzt den Sprung in die höchste Leistungsklasse“, sagt Michael Franke, geschäftsführender Gesellschafter von Franke und Bornberg. „Im aktuellen Rating konnten wir immerhin an rund vier von zehn Tarifen unsere Höchstnote FFF vergeben.“

Verbesserungen gab es beispielsweise beim Thema Internet. Hier bieten laut Franke und Bornberg nun mehr Tarife Versicherungsschutz für private Internetnutzer, die wegen vermeintlicher Urheberrechtsverletzungen belangt werden. Die Erstattungsgrenzen haben viele Versicherer dabei ebenfalls hochgesetzt, allerdings gehe da auch noch mehr. „Oft beginnt die Leistung bei den Kosten für eine Erstberatung und endet mit höchstens 1.000 Euro pro Kalenderjahr. In vielen Fällen wird dieser Betrag jedoch nicht ausreichen, um die Anwaltskosten zu decken“, heißt es von den Analysten. Nur die D.A.S. gehe mit 10.000 Euro je Versicherungsfall deutlich über den Marktstandard hinaus.

Auch in anderen Lebensbereichen würden sich die Versicherer mehr und mehr an den Bedürfnissen der Kunden ausrichten. Beim Arbeitsrechtsschutz etwa werde die erweiterte Kostenübernahme bei Aufhebungsvereinbarungen gängiger. Diese seien im klassischen Rechtsschutz nicht abgedeckt, weil der Versicherungsfall zum Zeitpunkt dieser Vereinbarung noch gar nicht eingetreten sei.

Die besten Tarife in der Kategorie „Familie“

Von 134 Tarifen der Kategorie Familie erhielten 49 die Höchstnote FFF (37 Prozent). Im Vorjahr erreichten nur 31 Prozent der untersuchten Tarife ein FFF. Die Jahresprämie liegt in dieser Spitzengruppe je nach Tarif und Leistungsumfang zwischen 222 und 553 Euro. Einige Tarife sehen Selbstbehalte bis zu 400 Euro vor.

Diese Anbieter haben in ihrer Kategorie für einen oder mehrere Tarife die Höchstnote (FFF) erreicht (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Advocard
  • Allianz
  • Arag
  • Auxilia
  • Badische
  • Bruderhilfe
  • Concordia
  • Condor
  • A.S.
  • Debeka
  • DEVK
  • DMB
  • Huk-Coburg
  • HUK24
  • Ideal
  • NRV
  • Rechtsschutz Union
  • Roland
  • R+V
  • VHV
  • WGV
  • Württembergische