In einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus brennt ist: Vor den finanziellen Folgen solch eines Desasters kann eine Hausratversicherung schützen. © Pixabay
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  • 03.06.2019 um 03:07
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Der Wohnort bestimmt erheblich mit darüber, wie teuer eine Hausratversicherung ist. Aber selbst bei gleicher Adresse und gleichem Leistungsumfang sind erhebliche Preisunterschiede zwischen den Angeboten möglich. Das zeigt eine aktuelle Analyse des IT-Hauses Inveda.

Dass der Abschluss einer Hausratversicherung durchaus Sinn ergibt, zeigen folgende Statistiken: So gab es 2018 in der Bundesrepublik knapp 100.000 Wohnungseinbrüche. Jährlich ereignen sich – so das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) rund 230.000 Brände in Privatwohnungen und -häusern. Und: 2018 wurden in Deutschland rund 160.000 versicherte Fahrräder mit einem Gesamtschaden von 100 Millionen Euro gestohlen.

Allerdings gibt es viele Tarife von vielen Versicherern, die Auswahl eines passenden Produkts fällt da mitunter schwer. Das Leipziger Unternehmen Inveda.net, ein Software-Anbieter für die Versicherungswirtschaft, hat in einer aktuellen Analyse 47 Hausratversicherungen von 21 Anbietern auf ihr Preis-Leistungs-Verhältnis hin untersucht.

Dafür wählten die Tester jeweils vier Gebiete aus dem Osten und dem Westen Deutschlands mit der jeweils höchsten beziehungsweise niedrigsten Zahl an Einbrüchen im Verhältnis zur Einwohnerzahl aus. Für die neuen Bundesländer waren das Leipzig (235 Fälle je 100.000 Einwohner) und Chemnitz (220 Fälle je 100.000 Einwohner) sowie die Landkreise Saale-Orla-Kreis (28 Fälle je 100.000 Einwohner) und Hildburghausen (31 Fälle je 100.000 Einwohner).

Die höchsten Einbruchszahlen im Verhältnis zur Einwohnerzahl weisen in den alten Bundesländern Neumünster (311 Fälle je 100.000 Einwohner) und Bremen (285 Fälle je 100.000 Einwohner) auf. Am unteren Ende der Skala liegen die Landkreise Cham (9 Fälle je 100.000 Einwohner) und Regen (8 Fälle je 100.000 Einwohner). Für eine bessere Vergleichbarkeit wurden in den Landkreisen immer die Kreisstädte berücksichtigt. Zusätzlich wurde die Bundeshauptstadt Berlin (210 Fälle je 100.000 Einwohner) in den Test integriert. Der angenommene Versicherungsfall betrifft eine 75-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit einem zu versichernden Hausrat im Wert von 50.000 Euro.

GVO und Interrisk liegen vorn

Natürlich waren die Hausratversicherungen in den Regionen mit einer niedrigeren Einbruchwahrscheinlichkeit günstiger. Die Tarife lagen hier zum Teil 50 Prozent unter denen in den Einbruchshochburgen. In Regen etwa kostet die preiswerteste Hausratversicherung nur 40 Euro im Jahr, in Bremen sind es schon 83 Euro.

Testsieger in den vier Regionen mit der niedrigen Einbruchstatistik wurde im Test der Top-Vit-Tarif der GVO. Er überzeugte mit den günstigsten Konditionen bei einem guten Leistungsvolumen mit 239 Punkten. In den großen und risikoreicheren Städte Leipzig und Berlin lag dagegen der Interrisk XXL-Tarif vorne. Er punktete mit dem größten Leistungsvolumen aller gelisteten Hausratversicherungen und erzielte einen Wert von 337 Punkten. Zu den ausführlichen Ergebnissen geht es hier

Preise schwanken bei gleicher Leistung teils enorm

Eine positive Erwähnung gab es auch für den „Helvetia Komfortschutz“- und den „LBN Besser 2018“- Tarif. Beide Angebote konnten in den Städten Bremen (Helvetia) und Neumünster (LBN) jeweils mit dem besten Preis auftrumpfen.

„Das Angebot der Versicherungswirtschaft beim Thema Hausrat ist in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis solide aufgestellt, mit absolut überzeugenden Ausreißern nach oben“, sagt Inveda-Geschäftsführer Dirk Pappelbaum. Gleichzeitig sei sichtbar geworden, dass die Preise für die gleiche Adresse beträchtlich schwankten. Einzelne Tarife könnten bis zum Dreifachen über den günstigsten Konditionen liegen, und dass bei gleichem Leistungsumfang. Pappelbaums Empfehlung: „Der Versicherungsnehmer sollte sich die Zeit nehmen, die verschiedenen Tarife genau zu prüfen. Auf diese Weise ist eine Ersparnis von bis zu 100 Euro im Jahr drin“.

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