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Amnog-Report 2017 DAK kritisiert steigende Medikamentenkosten

Eine Apothekerin bedient Kunden hinter der Theke: Die DAK stört sich an den wachsenden Arzneimittelkosten.
Eine Apothekerin bedient Kunden hinter der Theke: Die DAK stört sich an den wachsenden Arzneimittelkosten. © dpa/picture alliance

Seit Jahren steigen die Arzneimittelausgaben im deutschen Gesundheitssystem. 2016 mussten die gesetzlichen Krankenkassen rund 36 Milliarden Euro schultern – den Grund sieht die DAK im aktuellen Arzneimittel-Versorgungsstärkungsgesetz. Denn die Preisgestaltung im ersten Jahr liege in den Händen der Hersteller. Sechs Jahre nach dem Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts (Amnog) seien zudem noch viele Versorgungsfragen offen.

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2016 sind die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf rund 36 Milliarden Euro angestiegen (wir berichteten). Und auch das aktuelle Arzneimittel-Versorgungsstärkungsgesetz (AM-VSG) kann laut DAK kaum etwas daran ändern. Nun greift das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts (Amnog) erneut regulierend in den Markt ein. Und der Amnog-Report 2017 der Krankenkasse zeigt, dass viele Versorgungsfragen unbeantwortet bleiben.

„Innovationen müssen auch in Zukunft bezahlbar bleiben“

Allgemein stört sich die DAK an der Regelung, dass die Hersteller neuer Medikamente im ersten Jahr die Preisgestaltung selbst übernehmen dürfen. Die im AM-VSG ursprünglich vorgesehene Umsatzschwelle wurde ersatzlos gestrichen. Auch ist es nicht vorgesehen, rückwirkend einen Rabatt festzulegen.

„Unsere Forderung, Mondpreise bei neuen Arzneimitteln zu verhindern, erfüllt das neue Gesetz nicht“, sagt Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit. Er fordert daher Steuerungsmöglichkeiten für die Krankenkassen, damit sie die Arzneimittelkosten drücken können. „Innovationen müssen auch in Zukunft bezahlbar bleiben“, so Storm weiter.

Arztinformationssystem nicht so erfolgreich wie erhofft

Ein weiteres Thema im Amnog-Report 2017: die Einführung eines Arztinformationssystems. Die DAK begrüße diese Gesetzesreform zwar, so Storm. „Aber nur wenn die Ergebnisse der Nutzenbewertung bei den Ärztinnen und Ärzten ankommen, können sie die Versorgung im Sinne der Patienten verbessern.“ Der mangelnde Transfer der Nutzenbewertungsergebnisse ist daher ein zentraler Kritikpunkt im Amnog-Report der DAK-Gesundheit.

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